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Der Stollenwurm von Düdingen war ein Stollenwurm, der die Gemeinde Düdingen im Kanton Freiburg terrorisierte.

SageBearbeiten

Der Sage nach lebte der Stollenwurm in einer Höhle über dem Bach nahe Düdingen, welche man das "Fantomenloch" nannte. Er machte Jagd auf das Vieh der Umgebung, um das Blut der Tiere zu trinken. Außerdem machte sein Atem das Vieh krank.

Den Menschen fügte der Wurm nie Schaden zu, jedoch wollten diese ihr Vieh schützen. Sie schossen mit Pfeilen und Kugeln darauf, welche jedoch harmlos von den harten Schuppen abprallten. Deshalb hatte man die Idee, dem Stollenwurm vergiftetes Ochsenblut zu füttern. Dies schlug jedoch mehrmals fehl, denn sobald der Drache das Blut kostete, erkannte er den Trick und spieh es wieder aus.

Der adelige Herr Velga ging oft mit seinem Knecht in der Gegend fischen, wobei er häufig den Stollenwurm sah. Zusammengerollt vor seiner Höhle wirkte er wie ein schwarzbrauner Klumpen, der mit grünen, roten und weißen Streifen durchzogen war. Kam er ihm näher, rollte der Wurm sich aus und fauchte ihn an, wobei er eine spitze Zunge und zwei reihen scharfer Zähne entblößte.

Die Bewohner fragten mehrere Geistliche und Magier um Rat, und diese waren sich einig, das es sich nicht um einen echten Stollenwurm handelte. VIel mehr sei das Untier eine menschliche Seele, die als Strafe für ihre Sünden nach dem Tod in die Gestalt eines Drachen gebannt wurde.

QuelllenBearbeiten

  • Die unverwundare Schlange in Sergius Golowin (1970), Menschen und Mächte: Sagen zwischen Jura und Alpen, Schweizer Verlagshaus
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