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Goryniytsch

Dobrynja tötet Gorynytsch

Smej Gorynytsch (rus.: Змей Горыныч, ukr.: Змій Горинич, auch Smij Gorynytsch oder in englischen Transkriptionen Zmei/Zmey Gorynych/Gorynich) ist der bekannteste Drache russischer und ukrainischer Mythen.

AllgemeinBearbeiten

Zmey Gorynych wird meist mit drei bis zwölf Köpfen dargestellt[1].

Der Name des Drachen ist vermutlich abgeleitet von гора (gora), was Berg bedeutet. Demnach würde Smej Gorynytsch so viel wie "Drache der Berge" oder auch "Drache, Sohn des Berges" bedeuten.

Zmey Gorynych und Dobrynja NikititschBearbeiten

In den meisten Märchen ist sein Feind der Drachentöter Dobrynja Nikititsch. In der bekanntesten Bylina (russische Sage) wird dieser von seiner Mutter gewarnt, vier Dinge niemals zu tun:

  • in die Saraszenischen Berge gehen
  • Babydrachen tottrampeln
  • russische Gefangene retten
  • im Fluss Pulchai baden

Dobrynja missachtet alle vier Regeln und trifft im Pulchai auf den Drachen Zmey Gorynych. Dieser ist zu stark für Dobrynja und hätte ihn fast überwältigt, bis dieser einen "Griechischen Hut" entdeckt und ihn damit besiegt. Doch Gorynych fleht im Namen seiner Frau und Kinder um sein Leben und wird verschont.

Sofort nachdem er entkommen ist, bricht Gorynych sein Versprechen, friedlich zu sein, und entführt in Kiew die Nichte des Fürsten Wladimir. Als Dobrynja in Kiew ankommt, fleht der Fürst ihn an, seine Nichte zu retten. Erzürnt macht der Held sich auf, bewaffnet mit einer siebenschwänzigen Peitsche, die ihm von seiner Mutter geschenkt wurde.

Mit der Peitsche kämpft er drei Tage lang gegen den Dracshen. Am dritten Tag ist er so erschöpft, dass er ans Aufgeben denkt. Da rät ihm eine Stimme aus dem Himmel, noch drei Stunden zu kämpfen. Tatsächlich gelingt es ihm, in dieser Zeit den Drachen zu töten.

Aus dem Blut des Drachen entsteht ein See um die Nichte des Fürsten. Es gelingt Dobrynja nicht, durch den See hindurch zu reiten, und er bleibt stecken. Erst nach drei Tagen kann er sich, durch einen Rat der himmlischen Stimme, aus dem See befreien. Die Stimme rät ihm, seinen Speer in den Boden zu stecken, wodurch das Drachenblut abläuft und im Erdinneren zu Öl wird.

In der PopulärkulturBearbeiten

  • Ein fünfköpfiger Drache, der sich nach dem legendären Drachen Gorynytsch benennt, tritt in Die Mächte des Feuers von Markus Heitz als antagonistischer Charakter auf.
  • Im Film Die schöne Wassilissa (1939) ist Zmey Gorynych der Bruder einer Hexe und bittet eine Frau, ihn zu heiraten. Als sie widerspricht, verwandelt er sie in eine Kröte. Jahre später wird sie vom Protagonisten des Films gerettet.
  • Im 1956 erschienenen Film Der Kampf um das goldene Tor greift Zmey Gorynych Kiew an, kann aber von den Helden besiegt werden.
    • Dieser Film war, neben der Hydra von Lerna und Yamata no Orochi eine der Hauptinspirationen für Godzillas Erzfeind King Ghidorah. In der japanischen Version des Films hieß Zmey Goynych "King Dragon", was die Inspiration für King Ghidorahs Namen war.

QuellenBearbeiten

  1. Joseph A. McCullough (2013), Dragonslayers: From Beowulf to St. George, Osprey Publishing, ISBN 9781780967301
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