Drachen Wiki
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Narcissus von Girona († 307 in Tarraconensis) ist ein Bischof, der in der Heiligensage der Afra von Augsburg erwähnt wird.

Sage[]

Als Narcissus nach Augsburg kam, bat der Teufel ihn um eine Seele, wobei sich ein Essender und Trinkender und Schlafender und Wachender in einem Körper befinden sollte. Da Narcissus es vor Gott versprach, kam der Teufel am nächsten Tag wieder, um ihn an sein Versprechen zu erinnern. Nun musste er schwören, alsbald zu töten, wessen Seele er bekommen sollte. Nachdem er es versprochen hatte, schickte Narcissus ihn zu einem Brunnen in den Alpen, von dem niemand trinken konnte, weil ein greulicher Drache, der in der Nähe lebte, durch seinen giftigen Atem alle Menschen und Tiere tötete, die dem Brunnen zu nahe kamen. Der Teufel schrie, weil der Drache sein Freund war, er aber in die Hölle zurückkehren musste, wenn er den Drachen nicht tötete. Danach tötete er den Drachen. Seitdem war der Brunnen nicht mehr tödlich, sondern hilfreich für die Menschen[1].

Hintergrund[]

Die älteste schriftliche Version der Sage stammt aus dem 7. Jahrhundert[2].

Dass der Teufel einen Drachen tötet ist ein sehr seltenes Motiv, das hier dadurch gerechtfertig wird, dass der Heilige ihn dazu zwingt. In der Sage der Blitzkuhle hingegen tut der Teufel es aus eigenem Antrieb.

Quelle[]

  1. Der Teufel tödtet den Drachen in Johann Adolf Heyl (1897), Volkssagen, Bräuche und Meinungen aus Tirol, Verl. d. Kath. Pressvereins, S. 13
  2. Daniel Ogden (2019), The Function of Dragon Episodes in Early Hagiography in Ingo Schaaf (2019), Animal Kingdom of Heaven: Anthropozoological Aspects in the Late Antique World, de Gruyter, ISBN 9783110601596, https://doi.org/10.1515/9783110603064-003
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