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Nan madol

Nan Madol ist eine Ruinenstadt in Mikronesien. Sie liegt vor Temwen Island, einer Nebeninsel von Pohnpei im Archipel der Karolinen. Tatsächlich handelt es sich weniger um eine Stadt als eher eine religiöse Kultstätte.

Geschichte[]

Die Insel Pohnpei ist seit ca. 3000 Jahren besiedelt. In den Jahrhunderten nach der Erstbesiedelung bildeten sich verschiedene Stammesfürstenstümer heraus, bevor ca. 500 n. Chr. das Stammesfürstentum von Madolenihmw mit dem Aufstieg der Saudeleur-Dynastie Nan Madol zu einem rituellen Zentrum machte. In einer Reihe von Kriegen gelang es den Saudeleurs, die gesamte Insel mit ihren damals ca. 25.000 Einwohnern zu unterwerfen. Dieses Reich regierte die Insel bis ca. 1650, als es aus noch ungeklärten Gründen unterging.

Legende[]

Der Legende nach wurde Nan Madol von zwei Zauberern, den Zwillingen Olisihpa und Olosohpa, erbaut. Diese waren per Kanu von dem mythischen Land Katau oder Kanamwayso angereist und suchten einen Ort, um einen Altar für Nahnisohn Sahpw, den Gott des Ackerbaus, zu erbauen. Nach mehreren Fehlschlägen gelang es den Brüdern mithilfe eines fliegenden Drachen, der die schweren Steine trug, einen Altar zu bauen. Nachdem Olisihpa starb wurde Olosohpa der Begründer der Saudeleur-Dynastie, indem er eine einheimische Frau heiratete. [1][2][3].

Pseudowissenschaftliche Hypothesen[]

Inspiriert von Aussagen des Schweizer Autors Erich von Däniken wurde die Stadt und ihr ungeklärter Niedergang ein beliebtes Thema in pseudowissenschaftlichen und verschwörungstheoretischen Werken. Von Däniken erwähnte die Stadt bereits 1972 in in Aussaat und Kosmos, wo er erwähnt, dass auch die Mutter des Drachen an der Konstruktion der Stätte beteiligt war, indem sie mit ihrer Schnauze Gänge aushob[4].

Die Drachen und die magischen Fähigkeiten der Zwillinge wurden von Däniken und anderen häufig als fortschrittliche Technologien interpretiert, die von den technologisch unterlegenen Einwohnern Pohnpeis als Magie interpretiert wurden[5]. Laut von Däniken gibt es auch Ansätze, nach denen der Drache in Wirklichkeit ein Krokodil war, welches auf die Insel gelangt ist[4].

Im selben Zug werden meist die wasserdichten Platin-Särge erwähnt, in denen die Bewohner von Nan Madol angeblich ihre Toten beerdigten und die später von den Japanern gefunden worden sein sollen. Diese Särge stammen ursprünglich aus einem Werk von Herbert Rittlinger, jedoch gibt es keine Beweise für ihre Existenz. Selbst von Däniken war skeptisch gegenüber Rittlingers Aussagen[6].

Siehe auch[]

  • Nan Madol in der Wikipedia, für Inforamtionen abseits der Drachensage

Quellen[]

  1. Tom Panholzer, Mauricio Rufino (2003), Place Names of Pohnpei Island: Including And (Ant) and Pakin Atolls, Bess Press, ISBN 1-57306-166-2
  2. Saul H Riesenberg (1968), The Native Polity of Ponape. Contributions to Anthropology, Smithsonian Institution Press
  3. Ward Hunt Goodenough (2002), Under Heaven's Brow: Pre-Christian Religious Tradition in Chuuk. Memoirs of the American Philosophical Society, American Philosophical Society, ISBN 0-87169-246-5
  4. 4,0 4,1 Erich von Däniken (1972), Aussaat und Kosmos, Düsseldorf Econ Verlag, ISBN 3-430-11987-1
  5. MessageToEagle: Advanced Technology Of The Ancients: Artificial Platforms Of Mighty Nan Madol
  6. Jason Colavito: Are There Ancient Platinum Coffins off Nan Madol?
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