Drachen Wiki
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Dieser Artikel beschreibt Nahrungsmittel, die aus Drachen gemacht werden. Falls Sie nach Nahrung für Drachen suchen, finden Sie diese/n unter Ernährung.



Verteilung von Drachenfleisch laut Radiant Farms.

Sowohl in der Mythologie als auch in Fantasy-Werken werden mitunter Nahrungsmittel aus Drachen hergestellt. Meistens wird hierbei das Fleisch besiegter Drachen verwendet. Seltener werden andere Körperteile oder sogar die Eier gegessen. Dabei gibt es natürlich Überschneidungen mit Medizin, die aus Drachen hergestellt wird.

Körperteile von Drachen werden nicht nur gegessen, sondern dienen auch anderen Verwendungszwecken. Siehe dazu Materialien aus Drachen.

Es folgt eine Liste der bekannten Verwendungen als Nahrungsmittel.

Mythologie und frühe Naturwissenschaft[]

  • Mythen laut denen dass das Fleisch oder Blut von Schlangen bzw. Drachen, wenn man es zu sich nimmt, die Fähigkeit verleiht, Vögel und andere Tiere zu verstehen, sind weit verbreitet und mindestens seit der Antike bekannt. Einer der ersten, der darüber schrieb, war der römische Autor Plinius der Ältere im 1. Jahrhundert[1], möglicherweise basierend auf einem Text von Demokrit. Viel bekannter ist das Blut des Drachen Fafnir aus der germanischen Mythologie, das Sigurd erlaubt, die Vögel zu verstehen[2][3]. Auch dem Fleisch des Haselwurms wird dies nachgesagt[4].
    • Vermutlich gehen diese Sagen auf eine viel ältere Assoziation des griechischen Orakel-Gottes Apollon mit Drakontes wie Python zurück[3].
  • Das Fleisch des Leviathans und des Behemoth soll laut diversen jüdischen Quellen die Gerechten speisen.
  • Laut Marco Polo soll das Fleisch der Schlangen, die er in China beobachtet hat, den besten Geschmack haben, den Fleisch haben kann[5].
  • In Georgic und Merlin schneidet Georgic die Zungen des Drachen heraus, als Beweis, dass er der wahre Drachentöter ist. Ein Hochstapler, der sich als Drachentöter ausgibt, behauptet, die Zungen gegessen zu haben.
  • Im Kudrunlied aus dem 13. Jahrhundert erhält Hagen übermenschliche Kräfte, nachdem er das Blut des Gabilun trinkt. Danach bereiten er und die Königstöchter das Fleisch des Drachen zu und essen es.
  • Das Fleisch des drachenartigen Yokai Shussebora aus der japanischen Mythologie verleiht ein langes Leben, wenn man es isst.
  • Im Zuozhuan (4. Jahrhundert v.Chr.) wird beschrieben, dass König Kong Jia von einem himmlischen Herrscher zwei Drachen geschenkt wurden. Er stellte einen Mann namens Liu Lei ein, um für die Drachen zu sorgen. Als jedoch einer der Drachen starb, bereitete Liu Lei dessen Fleisch für den König zu. Das Fleisch soll sehr gut geschmeckt haben, doch Liu Lei floh im Jahr 1873 v.Chr. vom Hof, da er Angst hatte, dass der Tod des Drachen auffallen würde[6].
  • Thomas de Cantimpré beschrieb im 13. Jahrhundert in seinem Liber de natura rerum, dass das Fleisch der Drachen sehr kühl ist, weshalb die Mauren es essen, um sich abzukühlen[7]. Conrad Gessner zitierte diese Beschreibung in seinem Schlangenbuch[8]. Laut John Trevisa vermeiden sie dabei, die Zunge und Galle zu essen, da diese sehr giftig sind[9].
  • In der Sage vom Sonne-Mond-See essen die Geschwister Dajian und Shuishe die Augen zweier Lóng-Drachen und wachsen dadurch zu Riesen heran.
  • In der Fabel von den Affen und dem Drachen empfielt ein Affe einem anderen, seine Räude zu heilen, indem er einen Drachenkopf frisst. Vermutlich handelt es sich dabei aber um eine Lüge.
  • Im den Märchen Herr Lazarus und die Draken und Stan Bolovan droht der Protagonist einem Drakos bzw. Drachen, dass seine Kinder ihn essen würden.

Fiktion[]

Die Speisekarte aus "How to speak Dragonese"

  • In Die Augen des Drachen verzehrt der König Roland das Herz eines Drachen und findet so den Mut, mit seiner Frau zu schlafen.
  • Drachenzähmen leicht gemacht: Eine Speisekarte aus dem englischen Buch How to Speak Dragonese listet einige Gerichte aus Drachen, z.B. geröstete Baby-Kugelnadder in Knoblauch-Traumschlangen-Soße, Lärchenzungensuppe mit Nanodrachen-Köpfen, Gewöhnlicher-oder-Brauner-Soße (es ist nicht sicher ob diese wirklich aus diesem Drachen gemacht ist), Riesenhafter-Alptraum-Crème-brûlée (vermutlich flambiert im Feuer des Drachen) und Karamell-Nadder (da es sich hier um ein Dessert handelt enthält es vermutlich auch nicht wirklich Drachenfleisch)[10].
  • Dragon Hunters – Die Drachenjäger: In der Fernsehserie wird das Fleisch der Drachenarten Jimbob und Borback als essbar bezeichnet. Es ist jedoch unbekannt, ob dies auch auf das Fleisch der anderen Arten zutrifft. Das Fleisch des Aplatissimus Pilonus horribilis ist jedenfalls nicht essbar, dar er einen extrem harten Körper hat. Die Eier des Mimikar wurden ebenfalls als essbar bezeichnet.
  • In Dragon Quest VIII wird Drachendung verwendet, um Käse zu verfeinern.
  • EarthBound: In Summers werden die Flossen des Kraken zu Suppe verarbeitet
  • Harry Potter:
    • Drachenblut gilt als Heilmittel.
    • Drachenfleisch sollte hier jedoch nicht gegessen werden, da es giftig ist. Da es dennoch Gerichte aus Drachenfleisch gibt ist davon auszugehen, dass ein erfahrener Koch es essbar zubereiten kann, ähnlich wie bei Kugelfischen.
    • Laut J.K. Rowlings Homepage gibt es auch Käse aus Drachenmilch[11].
  • Monster Hunter:
    • Das Fleisch erwachsener Khezu ist, anders als das der Larven, nicht essbar. Allerdings kann aus ihrem Körper ein Extrakt gewonnen werden, welches die Wirkung von Arzneimitteln verstärkt.
    • Die Körperteile des Gobul sind größtenteils essbar. Allerdings mag sie nicht jeder.
  • Das Pokémon Schlapfel erinnert an einen Apfelkuchen und ist mit süßem Nektar bedeckt, der gerne von Kindern abgeleckt wird.
  • Think Geek verkauft neben Einhornfleisch in der Dose auch Drachenfleisch in der Dose. Dabei handelt es sich um den Kopf eines Plüsch-Drachen. Das Fleisch soll vom fiktiven Hersteller Radiant Farms kommen, dessen Farmen von Nonnen betrieben werden, welche, nachdem sie zu viele Einhörner sterben sehen mussten, auf Drachenfarmen verlegt werden, um als Drachentöter zu arbeiten.
  • Wilde Reise durch die Nacht: Auf der Insel der gepeinigten Jungfrauen aus Walter Moers' Roman werden das Fleisch und die Zungen der Drachen zu Nahrungsmitteln verarbeitet. Außerdem werden die Drachen zu Drachensaft gepresst[12].
  • Drachenreiter – Der Fluch der Aurelia: Als der gierige Cadoc Aalstrom, der Hauptantagonist, von der Existenz des Drachen Lung erfährt, möchte er ihn töten und dessen Herz verzehren, weil es heißt, dass man davon unbesiegbar wird.
  • Miitopia: Besiegt man einen Drachen, Roten Drachen oder Babydrachen, erhält man Drachenfrüchte, die je nach Seltenheit, rot, lila oder golden sind und +13, +25 oder +40 HP geben

Quellen[]

  1. Gaius Plinius Secundus Maior (77), Naturalis historia
  2. Völsunga saga (13. Jahrhundert)
  3. 3,0 3,1 Daniel Ogden (2013), Drakōn: Dragon Myth and Serpent Cult in the Greek and Roman Worlds, Oxford University Press, Print ISBN 9780199557325
  4. Die Sprache der Vögel und der Blumen in Rudolf von Freisauff (1880), Salzburger Volkssagen
  5. Ancora divisa de la provincia di Caragian in Marco Polo (1298), Il Milione
  6. (trad.) Zuo Qiuming (4. Jahrhundert v.Chr.), 左傳 (Zuozhuan)
  7. Thomas von Cantimpré (1225-1241), Liber de natura rerum
  8. Conrad Gessner (1589), Schlangenbuch, Froschauer
  9. Bartholomaeus Anglicus (ca. 1245), De proprietatibus rerum, Übersetzung: John Trevisa (ca. 1398), On the Properties of Things
  10. Cressida Cowell (2010), How to speak Dragonese, Hodder Children's Books, ISBN 978-0340999097
  11. Harry Potter Lexicon: "Guide to jkrowling.com - Rumours tabloid" (englisch)
  12. Walter Moers (2001), Wilde Reise durch die Nacht, Eichborn, ISBN 3-8218-0890-X
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