Drachen Wiki
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Teller Roter Mingdrache reich

Der Ming-Drache (auch Roter Drache oder Roter Hofdrache) ist ein häufiges Motiv auf Meissener Porzellan. Es handelt sich dabei um einen meist roten Chinesischen Drachen.

Geschichte[]

Der Name bezieht sich auf die Ming-Dynastie des Kaiserreichs China (1368–1644), in der Drachen vermehrt als Motiv auftauchten. In China war der vierzehige Drache ein Symbol des Kaisers. Er steht für Sonne, Licht und die männliche Kraft des Yang[1][2].

Erstmals tauchte der Rote Drache 1731 im Verzeichnis der Meißener Porzellanmanufaktur auf. In Anlehnung an die Assoziation des Drachen mit dem chinesischen Kaiser beanspruchte auch der sächsische Kurfürst August der Starke das Drachenmotiv für sich. Bis 1918 wurde das Motiv nur für den Gebrauch am Dresdner Hof produziert[3]..

Eine andere Inspiration für die Verwendung eines Drachenmotivs am Dresdner Hof dürfte auch der Dresdner Zwinger sein, der 1719 eröffnet wurde. In ihm gab es einen vom Hesperidengarten der griechischen Mytholgie inspirierten Garten mit exotischen Früchten. In der Mythologie bewacht der Drache Ladon die goldenen Äpfel im Garten der Hesperiden[3].

Laut der Legende war es eine der Arbeiten des Herakles, die goldenen Äpfel zu stehlen. Dies spiegelt sich im Dresdner Zwinger in der Statue des Hercules Saxonicus wieder, des sächsischen Herakles, der für August den Starken steht[3]. In Anlehnung daran, dass Herakles für Atlas den Himmel tragen musste, trägt Hercules Saxonicus, wie Atlas in vielen Darstellungen, die Weltkugel.

Seit 1858 wird das Motiv in verschiedenen Farben produziert[3]. Heute gibt es die Farben schwarz, hellblau, grün, purpur, rot, gelb, lila und braun.

Quellen[]

  1. Hans Sonntag (1993), Die Botschaft des Drachen, E. A. Seemann, ISBN 3-363-00598-9
  2. Günther Sterba (1988), Gebrauchsporzellan aus Meissen, Edition Leipzig, ISBN 3-361-00193-5
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Hans Sonntag (2018), Drache in Eisenrot und Gold für den Hof, Sächsische Zeitung
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