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Lindwurmskaute Schlotzau
Die Lindwurmskaute (im örtlichen Dialekt Lingwormskutt) ist eine Vertiefung im Boden nahe Schlotzau im Landkreis Fulda.

SageBearbeiten

Laut der Legende lebte einst unter einem Schloss, das über der Lindwurmskaute stand ein Lindwurm. Dieser soll so lang gewesen sein, dass sein Schwanzende, wenn er im 2,5 km entfernten Hechelmannskirchen die Rahmtöpfe leer leckte, sich noch immer in der Lindwurmskaute befand[1].

Da der Lindwurm die Bauern der Gegend in Angst und Schrecken versetzte, war deren Freude groß, als der Ritter Siegfried durch die Gegend kam. Sie flehten ihn an, den Drachen zu töten, und er erhörte ihre Bitten und erschlug das Unter im noch heute so genannten "Siegengraben"[1].

TriviaBearbeiten

  • Kaute ist ein altdeutsches Wort für Vertiefung oder Mulde. Solche Kauten entstanden durch Auswaschungen von Salzschichten, in deren Folge sich Einbruchschote von bis zu 200m auftun können. Bei der Lindwurmskaute handelt es sich vermutlich um einen rund 3000 Jahre alten, nicht verfüllten Schlot mit darunter herführenden Salzschichten[1].
  • Das Schloss scheint nie existiert zu haben, zumindest sind davon keine Spuren mehr zu finden[1].
  • Der Lindwurm aus der Lindwurmskaute ist nicht der einzige hessische Drache, der seinen Unterschlupf nicht verlassen muss, um weit entfernt Nahrung zu sich zu nehmen. Auch im Drachenloch im Eichköppel haust ein Drache, der aus dem Fluss Nidda trinken kann, ohne das ca. eine viertelte bis halbe Stunde entfernte Drachenloch zu verlassen.

QuellenBearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Fuldaer Zeitung: Von Rahm leckenden Drachen und fast verschluckten Rindern: Die sagenumwobene Lindwurmskaute
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