Drachen Wiki
Advertisement
Lig-na-Paiste Feeny

Statue des Drachen in Feeny

Lig na Paiste (ir.: Letzte der Schlangen) ist ein Drache der christlichen irischen Mythologie.

Beschreibung[]

Nachdem St. Patrick der Sage nach so gut wie alle Schlangen aus Irland vertrieben hatte (tatsächlich gibt es in Irland keine einheimischen Schlangen), soll Lig na Paiste die letzte Schlange der Insel gewesen sein. Von den Sperrin Mountains bis zum Lough Foyle richtete sie schreckliche Verwüstungen an[1].

In ihrer Verzweiflung wandten sich die Iren an Murrough O’ Heaney, der eine Kirche in Dungiven hatte. Die Ruinen der Kirche sind heute als Banagher Old Church bekannt. Murrough fastete zehn Tage lang und betete zu Gott, woraufhin dieser ihm das Wissen gab, wie die Schlange bezwungen werden kann[1].

Danach ging er zum Unterschlupf des Drachen, einer sehr tiefen Stelle im Fluss. Er nahm drei Stöcke aus Schilfrohr und näherte sich der Schlange. Diese hielt ihn für ein Opfer, das von den Einheimischen geschickt wurde, um sie zu besänftigen[1].

In Gottes Namen bat er die Schlange, ihm zu erlauben, das Schilfrohr auf ihr zu platzieren. Amüsiert erlaubte die Schlange ihm dies. Doch sobald die Stöcke die Schlange berührten machte Murrough ein Kreuzzeichen und Gott verwandelte sie in Stahlstangen, die sich zu einem Käfig formten und Lig na Paiste einfingen[1].

Verzweifelt flehte die Schlange um Gnade, doch der Heilige weigerte sich, sie zu befreien. Er erklärte, dass Lig na Paiste gegen Gottes Volk gesündigt hatte und dafür für immer in dem Käfig in den Tiefen von Lough Foyle gefangen bleiben würde[1].

Als sie erkannte, dass das Flehen keinen Erfolg hatte, bat die Schlange noch um einen Gefallen. Sie möchte von ihrem Gefängnis aus Ciannacht, die Gegend zwischen Banagher und Lough Foyle, sehen. Dies erlaubte der Heilige ihr. Der Sage nach soll Lig na Paiste sich noch immer in den Tiefen von Lough Foyle winden in dem Versuch, sich zu befreien. Dies soll der Ursprung der ungewöhnlichen Gezeiten und Strömungen des Lough Foyle sein[1].

Hintergrund[]

María Mayo sieht in dem Drachen, der nur unter die Erde gesperrt und nicht getötet wird eine Parallele zu mythologischen Drachen wie dem Drachen der Apokalypse, Jörmungandr oder Azhi Dahaka, die ein ähnliches Schicksal ereilt, bevor sie zum Ende der Zeit schließlich losbrechen[2].

Trivia[]

  • In Feeny in Nordirland steht eine Statue des Drachen auf einem Picknickplatz.

Einzelnachweise[]

Advertisement