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Der Grottenolm (Proteus anguinus) ist ein Schwanzlurch, der als Anpassung an seine unterirdische Lebensweise einige eigentümliche Merkmale ausgebildet hat. So besitzt er keine Pigmente, wodurch seine Haut durchscheint. Die rosa Färbung stammt von Blut, das durch die Haut sichtbar ist. Auch Augen besitzt das Tier nicht. Das markanteste Merkmal ist jedoch, dass der Grottenolm, ähnlich dem Axolotl, selbst nach Erreichen der Geschlechtsreife seine Kiemen nicht verliert und keine Lungen entwickelt, also quasi im Larvenstadium verbleibt. Eine weitere Art mit diesem Merkmal ist der mexikanische Brunnenmolch.

Die erste wissenschaftliche Beschreibung des Grottenolms (Johann Weichard von Valvasor, 1696) erzählt, dass Bauern in Slowenien sich Geschichten von einem Lindwurm erzählten. Da Weichard diesen Geschichten nicht glaubte, zeigten ihm die Bauern den angeblichen Lindwurm, der "einer Eydexen gleich geformirt" war.

Dies ist nicht die einzige Quelle, die Grottenolme für Drachen hält. Wenn sie aus ihren Höhlen an die Oberfläche gespült wurden, erzählten die Menschen sich Geschichten von unterirdischen Lindwürmern, deren Babys die Olme waren.

In der PopulärkulturBearbeiten

  • Die Grottenolme haben den Autor Niko Kupper zu seinem Kinderbuch "Zmaji na poti – Drachen unterwegs" inspiriert, in dem der Klagenfurter Lindwurmbrunnen und der Drache von Ljubljana gemeinsam Grottenolme beobachten.
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