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Berlaimoint-Bouzouc et cie

Gilles mit den Drachen Bouzoucky und Bouzouc beim Umzug in Berlaimont

Gilles von Chin (fr.: Gilles de Chin, nl.: Gilles van Chin, geboren 1080-1090, gestorben 1137) war ein Adeliger und Herrscher über Chin, Chièvres und Berlaimont.

SageBearbeiten

Die Mönche von Saint-Ghislain berichten, dass im Jahr 1133 in den Sümpfen nahe dem Dorf Wasmes ein Drache lebte. Dieser hielt ein kleines Mädchen in seiner Höhle gefangen. Gilles beschloss sie zu retten und kämpfte stundenlang gegen den Drachen. Dabei hatte er nach manchen Versionen Hilfe von dem Mädchen, das dem Drachen einen Dornast in den Rachen warf[1].

Erst in den späten Abendstunden konnte Gilles das Herz des Drachen durchstechen. Er trennte dann den Kopf des Drachen ab und brachte ihn dem Grafen Balduin von Flandern[1].

NachwirkungBearbeiten

Die Legende wurde im 16. Jahrhundert, also lange nach dem Tod des Drachentöters, von Mönchen des Klosters Saint-Ghislain niedergeschrieben[2][3].

Drachenkopf Mons Krokodil

Foto des "Drachenkopfes" aus dem Museum Jean Lescarts

Der "Kopf" des Drachen wurde jahrhundertelang in Mons aufbewahrt. Dabei handelt es sich tatsächlich um den Kopf eines Nilkrokodils. Heute ist er im Museum Jean Lescarts in Mons zu sehen[4].

Seit 1924 findet jedes Jahr am zweiten Mai-Sonntag ein Umzug in Berlaimont statt, in dem ein Drache namens Bouzouc durch den Ort gezogen wird. Dabei werfen Kinder Geld, Briefe und Zeichnungen in den Mund des Drachen. Seit den 2000ern wird er von seinem Kind Bouzoucky begleitet[5].

QuellenBearbeiten

  1. 1,0 1,1 Lumeçon; les Acteurs du Combat, Légende de Gilles de Chin
  2. Sudinfo: Wasmes a aussi son dragon, terrassé par Gilles de Chin dans les marais (Französisch)
  3. Patrimoine Culturel Immateriel: La légende de Gilles de Chin et de la Pucelette
  4. Ducasse de Mons: La Tête dite du Dragon
  5. HainautPédi@: Bouzouc
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