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La-legende-de-saint-romain-et-la-gargouille

St. Romain und die Gargouille

In der Seine nahe Rouen lebte im Jahr 620 eine Wasserschlange, die als Gargouille (franz. Gurgler) bezeichnet wurde. Gargouille spuckte Wasser und überschwemmte angeblich die Region, bis sie vom heiligen Romanus gebändigt wurde. Die Art, wie dieser sie gebändigt haben soll, ist identisch mit der Bändigung der Tarasque.

Die Gargouille sollte nicht mit den Gargoyles verwechselt werden, einer Bezeichnung für dämonenförmige Wasserspeier, welche in der Fantasy oft als Drachen oder Dämonen auftauchen. Diese wurden vermutlich nach der Wasserschlange benannt.

AussehenBearbeiten

Die Gargouille soll einen langen Nacken, eine schlanke Schnauze, "Augen wie Mondsteine" (Meteoriten) und einen großen Kopf gehabt haben. Obwohl das Tier immer als Schlange mit fischartigen Flossen beschrieben wird, erinnern spätere Darstellungen zum Teil an Wyvern oder Westliche Drachen.

LegendeBearbeiten

St-romain-mit-gargouille

Statue des heiligen Romanus

Nach der französischen Erzählung, welche erstmals aus dem Jahr 1394 überliefert ist, lebte dieses Ungeheuer in einer Höhle im Forêt du Rouvray, attackierte die Stadt von der Seine aus und fraß sowohl Menschen als auch Tiere. Den meisten Schaden richtete es jedoch an, indem es die Umgebung mit seinem Wasserstrahl überflutete.

Der spätere Erzbischof von Rouen des siebten Jahrhunderts, St. Romain (Romanus), lässt mit der Unterstützung eines zum Tode verurteilten Mörders, der später die Absolution erhielt, das Gebiet um die Gargouille räumen.

Der Heilige geht, die Stola um den Hals, zur Gargouille und zähmt sie, indem er zwei Finger kreuzförmig übereinander legt. Das unterwürfige Monster wird in die Stadt geführt und öffentlich verbrannt und Romain zum Bischof ernannt.

Nach einer anderen Erzählung führt der Bischof über mehrere Stunden einen Exorzismus durch und bringt die Gargouille, die Feuer speien kann und einmal im Jahr von den Dorfbewohnern einen Verurteilten bekommt, aber unschuldige Jungfrauen vorzieht, an einer Leine zurück. Bei ihrer Verbrennung durch die Dorfbewohner sollen Kopf und Nacken übrig geblieben sein, da sie an das Feuer(speien) gewöhnt waren.

TriviaBearbeiten

  • Es wird behauptet, dass die Gargouille namensgebend für das Wort Gargouille (zu Englisch Gargoyle, zu Deutsch Wasserspeier) war, und den Wasserspeiern sowohl ihre Form, als auch den Wasser speienden Aspekt gab.
  • Das altfranzösische Wort für Hals ist gargouille und ist verwandt mit dem Wort für gurgeln.

QuellenBearbeiten

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