Dragonir (jap. ハクリュー, Hakuryu, en. Dragonair) ist ein Drachen-Pokémon der ersten Generation. Es entwickelt sich auf Level 30 aus Dratini und auf Level 55 zu Dragoran.

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie Dratini sieht auch Dragonir einer Seeschlange und einem Östlichen Drachen gleichermaßen ähnlich, im Großen und Ganzen wirkt es wie eine größere, filigranere Version von Dratini. Die Ohren haben nun eine gefiederte Form, die an stilisierte Vogelflügel auf Helmen erinnert, und die Schnauze ist blau anstatt weiß.

Auf der Stirn, wo bei Dratini noch eine Perle saß, hat Dragonir ein spitzes Horn, jedoch trägt es am Kinn eine und an der Schwanzspitze zwei Perlen.

Ein schillerndes Dragonir

Der Rücken hat ein etwas dunkleres Blau als Dratini, während der Bauch genauso weiß ist. Bei der schillernden Variante ist der Rücken rosa und die Perlen orange.

Wie bei Dratini ist auch bei Dragonir ein Bezug zur Legende der Imugi aus der koreanischen Mythologie oder zum Kiao aus der chinesischen Mythologie zu erkennen, da es ebenfalls eine Schlange ist, die zum Drachen werden kann.

Verhalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dragonir sind sehr freundliche Pokémon, die sich den Menschen jedoch selten zeigen. Deshalb haben sie für viele eine mysteriöse Aura. Meist verbringen sie ihre Zeit im Meer, jedoch sind sie auch in Binnengewässern zu finden.

Laut Pokédex sind sie in der Lage, mithilfe der Perlen an ihrem Körper das Wetter zu beeinflussen, was sich in Attacken wie Sonnentag oder Regentanz wiederspiegelt. Wenn es das Wetter ändert, leuchtet sein Körper, da es dabei die enormen Energien in seinem Körper entläd. Aufgrund dieser Fähigkeit wird es von manchen Bauern als Gottheit angebetet und ihnen werden Opfergaben an Seeufern dargebracht.

Angeblich können Dragonir fliegen, was im Anime besätitgt wurde. Dennoch können sie die Attacke Fliegen nicht erlernen.

An Neujahr ein Dragonir zu sehen soll einem für das ganze Jahr ausgezeichnete Gesundheit bescheren.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Skizze von Dragonir

  • In frühen Skizzen, die 1997 auf der offiziellen GameFreak Homepage veröffentlicht wurden, konnte man sehen das Dragonir ursprünglich ein anderes Design hatte. Seine Perle trug es statt dem Horn auf dem Kopf und auf dem Rücken hatte es einen Kamm. Außerdem hatte es Barteln wie ein Chinesischer Lung und die Perlen an seinem Schwanz fehlten[1].
  • Dragonir wurde von Atsuko Nishida entworfen.
  • Vor der finalen Veröffentlichung der englischen Versionen der Spiele war sein englischer Name vorübergehend "Dragyn", bevor er auf das finale "Dragonair" abgeändert wurde[2].
  • Es ist das größte nicht-legendäre Drachen-Pokémon, noch größer als seine Weiterentwicklung Dragoran.
  • Es ist das Signatur-Pokémon der Drachentrainerin Sandra, außerdem besitzt der Drachenprofi Siegfried einige Dragonir.
    • Eines von Siegfrieds Dragonir in der ersten Generation beherrscht Barriere, obwohl Dragonir diese Attacke nicht erlernen kann.
  • In der SpaceWorld Beta-Version zu Pokémon Gold/Silber gibt es eine Reihe von Wasser-Startern, die stark an Plesiosaurier-artige Versionen von Dratini und Dragonir erinnern[3].

Konzeptskizzen für Meisterdetektiv Pikachu

  • In Meisterdetektiv Pikachu kommt Dragonir nicht vor. Jedoch gibt es Konzeptbilder für eine Museums-Szene, auf denen eine Statue von Dragoran und Dragonir im Stil der römischen Laokoon-Gruppe zu sehen ist[4].
  • Manchmal tragen wilde Dragonir das Item "Drachenhaut", mit dem man Seemon zu Seedraking entwickeln kann.
  • Die 35. Folge des Pokémon-Animes, Miniryu no Densetsu (jap.: ミニリュウのでんせつ, dt.: Dratinis Legende), war Dragonirs Debut-Episode. Jedoch wurde sie nie außerhalb Japans veröffentlicht, da es in der Episode eine Szene gab, in der eine Schusswaffe auf Ash gerichtet wurde.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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