Drachen Wiki
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Tatzelwurm-Wasserfall in Oberbayern

Der Begriff Drachenort bezeichnet einen Ort, an dem ein Drache lebt oder lebte. An solchen Orten haben sich meist Drachengeschichten erhalten. Manchmal ist der Drache noch heute in einem Wappen oder Ortsnamen enthalten oder es gibt eine Statue oder andere Darstellung davon im Ort. In anderen Fällen gibt es Drachendarstellungen, ohne dass eine Legende überliefert ist.

Länder, die sich über mehrere Kontinente erstrecken (z.B. Russland) werden unter dem Kontinent aufgeführt, auf dem sich der jeweilige Drachenort befindet.

Orte, an denen Drachen vermutet wurden, weil man nichts über sie wusste, werden im Artkel Hic sunt dracones beschrieben.

Afrika[]

Ägypten[]

  • Desouk, Kafr asch-Schaich: In der antiken Stadt Buto sollen laut Herodot Geflügelte Arabische Schlangen gelebt haben.

Äthiopien[]

  • Aksum, Tigray: Einst soll der Schlangenkönig Arwe hier getötet worden sein. In vielen Versionen wird der Drachentöter zum Stammvater der Salomonischen Dynastie.

Marokko[]

  • Ad-Dakhla, Dakhla-Oued Ed-Dahab: Vor der Küste liegt die Sanddühne Dragon Island, die ihren Namen aufgrund der Form trägt, die an einen Drachenrücken erinnert.

Namibia[]

  • Dragon's Breath Hole (dt. Drachenhauchloch) in den Otavibergen bei Grootfontein: Der aus dem unterirdischen See aufsteigende Dampf erinnert an den Hauch eines Drachen.

Nigeria[]

  • Daura, Katsina: Der mythische Held Bayajidda soll am Kusugu-Brunnen den Drachen Sarki getötet haben.

Südafrika und Lesotho[]

  • Drakensberge (dt. Drachenberge) an der Grenze zwischen KwaZulu-Natal (Südafrika) und Lesotho: Niederländische Siedler gaben dem Gebirge den Namen, möglicherweise weil die zackigen Berggipfel an einen Drachenrücken erinnern, aufgrund von Fossilfunden oder in Anlehnung an regionale Legenden[1].
  • Richtersveld, Nordkap (Südafrika): in einer Höhle soll der Elefantendrache Grootslang leben.

Antarktis[]

  • Alexander-I.-Insel, Antarktische Halbinsel: Auf der Insel gibt es nach Drachen benannte Landschaftsmerkmale wie den Lindwurm-Gletscher und den Drachengipfel.

Asien[]

Afghanistan[]

  • Bamiyan, Provinz Bamiyan: Das Drachental Darre-ye Azhdaha kam zustande, als Hazrat Ali einen Drachen spaltete, der die Gegend terrorisierte. Die Berge sind der Rückenkamm des Drachen.

China[]

The Repulse Bay in Honkong wurde angeblich mit einem Loch erbaut, um nicht die Aussicht der Drachen zu stören

  • Anshun, Guizhou-Provinz: Der Legende nach werden Karpfen, die über den Drachentor-Wasserfall (chin. 龙门飞瀑, Lóngmén Fēi Pù) springen, zu Drachen. Davon handelt auch das Sprichwort Liyu tiao longmen.
  • Beijing:
    • Im Beihai Park befinden sich eine Neun-Drachen-Mauer und der Fünf-Drachen-Pavillon, die Abbildungen von Lóng-Drachen zeigen.
    • Die Verbotene Stadt enthält eine Neun-Drachen-Mauer und den Drachenthron des Kaisers.
    • Im Canyon Lóngqìng Xiá befindet sich mit 258m Länge die längste Rolltreppe der Welt, die einen chinesischen Drachen darstellt[2].
  • Datong, Shanxi-Provinz: Die Neun-Drachen-Wand zeigt verschiedene Tiere, darunter neun Lóng-Drachen. Sie ist die größte ihrer Art in China.
  • Dragon's Back, Sonderverwaltungszone Hong Kong: Der Dragon's Back Bergrücken erinnert an den gezackten Rücken eines Drachen.
  • Dujiangyan, Sichuan-Provinz: Li Erlang soll hier einst einen Flutdrachen gezähmt haben.
  • Guilin, Autonomes Gebiet Guangxi: Die Longsheng-Reisterassen (chin. 龙胜梯田, lóngshèng tītián) erinnern an den schlangenartigen Körper eines Drachen. Der Name bedeutet "Drachen-Wirbelsäule"
  • Gyangzê, Autonomes Gebiet Tibet: Beim Bau des Ralung-Klosters hörte Tsangpa Gyare den Donner, die Stimme des Donnerdrachen Druk. Deshalb benannte er das Kloster Drug-Ralung.
  • Hong Kong, Sonderverwaltungszone Hong Kong: Einer Sage nach lebte auf einem Hügel vor der Stadt einst ein Drache, siehe Das Drachenhaus in Hongkong
  • Jiuzhaigou-Naturschutzgebiet, Sichuan-Provinz: Im Wòlóng Hǎi (chin. 卧龙海, dt. Schlafender Drache See) soll ein Drache schlafen. Die Legende stammt von der drachenartigen Form des Sees.
  • Kowloon, Sonderverwaltungszone Hong Kong: Die Stadt ist auch als "Drachenstadt" bekannt. Kowloon (chin.: 九龍 / 九龙, Jiǔlóng), bedeutet "Neun Drachen", was sich auf acht Berggipfel und den chinesischen Kaiser bezieht.
  • Lijiang, Yunnan-Provinz: Der Legende nach gab es einst zehn Drachen, die die Welt terrorisierten. Lü Dongbin konnte neun von ihnen besiegen, doch ein kleiner schwarzer Drache versteckte sich im Hēilóngtán-See (chin. 黑龙潭, dt. Schwarzer Drachen Teich)[3]. In dem See spiegelt sich auch der Berg Yùlóng Xuěshān (chin. 玉龙雪山, dt. Jadedrachen-Schneeberg) wieder.
  • Macau, Sonderverwaltungszone Macau: Jährlich am achten Tag des vierten Monats wird das Drunken Dragon Fest gefeiert, das an die Rettung Macaus vor einer Seuche durch einen Drachen erinnert.
  • Nanjing, Jiangsu-Provinz:
    • Auf dem Berg Zijin Shan soll der Drache Zhulong leben und das Wetter kontrollieren.
    • Einst malte der Künstler Zhang Sengyou vier Drachen an die Wand des Anle-Tempels, doch als er die Pupillen malte erwachten sie zum Leben und flogen davon.
  • Nanning, Autonomes Gebiet Guangxi: Der Jiulong-Wasserfall (9-Drachen-Wasserfall) wird ebenfalls oft als das Drachentor aus dem Liyu tiao longmen Sprichtwort interpretiert.
  • Tian Shan Gebirge, Xinjiang-Provinz: Die Flammenden Berge sollen ihre rote Farbe vom Blut eines getöteten Drachen erhalten haben.
  • Yixing, Jiangsu-Provinz: Im Tai Hu See soll General Zhou Chu drei Tage lang gegen einen Jiaolong gekämpft haben.
  • Yuecheng, Guangdong-Provinz: Im Xiaotong-Tempel wird Longmu, die "Mutter der Drachen", angebetet.
  • Yulong-Fluss, Autonomes Gebiet Guangxi: Einst soll ein Drache aus dem Ostmeer an den Yulong-Fluss (chin. 遇龙河) gekommen sein und aufgrund der schönen Landschaft beschlossen haben, hier zu bleiben. Die Einheimischen sollen ihn manchmal gesichtet haben[4].
  • Zhaoqing; Guangdong-Provinz: Der Baisha-Tempel ist Longmu geweiht.

Indonesien[]

  • Besakih, Bali: Im Vulkan Agung soll einst der Drache Naga Besukian gelebt haben.
  • Lingga, Kepulauan Riau: Die Insel soll in Wahrheit der verwandelte Naga Seri Kemboja sein.
  • Semarang, Jawa Tengah: Jedes Jahr am 23. September wird das Dugderan-Fest mit dem drachenartigen Mischwesen Warak ngendog gefeiert.

Irak[]

  • Babylon, Babil:
    • Am Ischtar-Tor waren Darstellungen des Drachen Mušḫuššu zu sehen.
    • Basierend auf einer Verwechslung der hebräischen Wörter תנין (hebr.: Tannin, Drachen) und תַנִּים (tannim, Schakale) in Jeremia 51:37 werden die Ruinen von Babylon manchmal als Wohnort von Drachen beschrieben.

Iran[]

  • Elburs-Gebirge, Māzandarān-Provinz: Unter dem Berg Damawand soll Zahhak gefesselt sein bis zum Ende der Welt.
  • Kaschaf-Fluss, Razavi-Chorasan-Provinz: Aus dem Fluss soll einst ein Drache hervorgekommen sein, der je nach Quelle von Rostam oder Sām getötet wurde.

Israel[]

  • Tel Aviv-Jaffa:
    • Oft wird Jaffa, in älteren Quellen Joppa, als der Ort angegeben, an dem St. Georg seinen Drachen getötet hat.
    • Laut Plinius wurde hier außerdem Ketos durch Perseus getötet.

Japan[]

  • Fujisawa, Kanagawa-Präfektur: Der Bahnhof Katase-Enoshima Station an den Palast des Drachenkönigs Ryūjin angelehnt.
  • Hatsukaichi, Hiroshima-Präfektur: Am Itsukushima-Schrein sollen zu Neujahr Ryūtō erscheinen, die vom Drachenkönig Ryūjin ausgelöst werden.
  • Izu-Inseln, Tokio-Präfektur: Im Drachendreieck sollen, ähnlich dem berühmten Bermudadreieck, regelmäßig Schiffe und Flugzeuge verschwinden.
  • Murō, Nara-Präfektur: Auf dem Berg Murōyama wird seit alten Zeiten der Drachenkönig Zennyo Ryūō angebetet.
  • Semboku, Akita-Präfektur: Ein Mann soll einst in einen Drachen verwandelt worden sein, als er aus einem Teich nahe dem Kagami Numa See trank. Seine Liebe zu einer in einen Drachen verwandelten Frau auf der anderen Seite des Berges verhindert, dass der See im Winter komplett zufriert. Die Rinkförmige Eisschicht auf dem See hat ihm den Beinamen "Drachenaugen-See" beschert[5].
  • Uozu, Toyama-Präfektur: Das Märchen Ikari no Dobu erzählt von einem Drachen, dessen Kind von Seeleuten gequält wurde, woraufhin der Drache die Stadt überflutete.

Kasachstan[]

  • Nur-Sultan: Der 105m hohe Bajterek-Turm symbolisiert den Lebensbaum Baiterek, auf dem einst ein Drache jede Nacht die Eier des Vogels Samruk fraß.

Libanon[]

  • Beirut: Die Bucht Golfe de Saint-Georges soll der Ort sein, an dem St. Georg den Drachen getötet hat.

Malaysia[]

  • Pekan, Pahang: Im Chini-See soll die Naga Seri Gumum leben.
  • Pulau Tioman, Pahang: Die Insel soll in Wahrheit der verwandelte Körper der Naga Seri Gumum sein.

Pakistan[]

  • Swat-Fluss, Khyber Pakhtunkhwa: Im Fluss soll der Naga Apalala gelebt haben. Seit er zum Buddhismus bekehrt wurde, beschützt er die Menschen vor anderen Drachen.

Russland[]

Wappen von Kjachta

  • Belokuricha, Altai-Region: Auf dem Mokhnataya-Berg nahe der Stadt wurden zwei 12.000 Jahre alte Megalithen gefunden, die den Kopf eines Drachen und eines Greifen darstellen sollen. Es ist noch ungeklärt, ob es sich dabei um künstliche oder natürliche Formationen handelt[6].
  • Kjachta, Republik Burjatien: Die Stadt, die als Handelsposten zwischen dem Russischen Reich und dem Kaiserreich China gegründet wurde, hat den abgetrennten Kopf eines Drachen als Wappen. Der Drache symbolisiert China, seine Köpfung das Misstrauen des Russischen Reiches gegenüber China.

Südkorea[]

  • Jeju-si, Jeju-do: Einst stahl ein Drache wertvolle Jade vom Hallasan-Berg. Als er auf der Flucht vom Gott des Berges mit einem Pfeil getroffen wurde, stürzte er ins Meer und wurde zum Yongduam-Felsen.

Taiwan (Republik China)[]

  • Kaohsiung City, Kaohsiung: Einer der Eingänge des Lónghǔ Tǎ Tempels (chin.: 龍虎塔) gleicht dem Kopf eines riesigen Drachen.

Thailand[]

Der Tempel Wat Samphran

  • Amphoe Sam Phran, Nakhon Pathom: Um den 17-stöckigen Turm des buddhistischen Tempels Wat Samphran (Thai: วัดสามพราน) schlängelt sich ein Drache, der die Treppe zu den oberen Stockwerken des Tempels enthält[7].
  • Phon Phisai, Nong Khai: Jedes Jahr zum Phayanak-Festival lassen die im Fluss Mekong lebenden Phaya Naga Feuerbälle aufsteigen.

Türkei[]

  • Antakya, Hatay: In der antiken Stadt Antiochia erlebte der Drachentöter Perseus ein Hochwasser des Flusses Drakon (heute Orontes), der auch durch Syrien und Libanon fließt.
  • Provinz Erzurum: Der Name des Berges Büyük Ejder bedeutet übersetzt "Großer Drache".
  • Istanbul: Einst soll König Harald III. von Norwegen in Konstantinopel in einen Kerker geworfen worden sein und dort gegen einen Drachen kämpft haben.
  • Malatya: In der Ruinenstadt Arslantepe wurde ein Relief gefunden, das den Gott Tarḫunz beim töten des Drachen Illuyanka zeigt.
  • Şuhut, Afyonkarahisar: Der heilige Agapitos, Bischof der antiken Stadt Synnada in Phrygien, soll durch seine Gebete einen Drachen getötet haben, der ein Kloster bedrohte[8].
  • Yayladağı, Hatay: Auf dem Berg soll Tarhunna gegen Illuyanka und Zeus gegen Typhon gekämpft haben.

Vietnam[]

  • Đà Nẵng, Nam Trung Bộ: Über den Hàn-Fluss führt eine Brücke in Form eines Drachen, die so genannte Cầu Rồng (dt. Drachenbrücke). Jeden Samstag und Sonntag um 21:00 Uhr speit diese Feuer.
  • Hải Dương, Hải Dương: Während der Herrschaft des Kaisers Trần Minh Tông soll der Drache Tinh Thuồng Luồng hier gesichtet worden sein.
  • Hanoi, Đồng Bằng Sông Hồng: Die Zitadelle Hoàng thành Thăng Long (viet. für Kaiserliche Zitadelle des aufsteigenden Drachen) wurde der Legende nach von Lý Thái Tổ, Begründer der Lý-Dynastie, benannt, nachdem er am Ufer des Tô Lịch eine Vision eines aus dem Wasser steigenden Drachen hatte.
  • Mekongdelta: Der vietnamesische Name der Region, "Sông Cửu Long", bedeutet "Neun Drachen Flussdelta", in Anspielung auf die drachenartigen Flusswindungen.
  • Vịnh Hạ Long, Quảng Ninh: Die Bucht soll durch eine Familie von Drachen erschaffen worden sein, die von den Göttern auf die Erde herabgeschickt wurden.

Australien und Ozeanien[]

Australien[]

  • Hurstville City, New South Wales: Das Lokale Verwaltungsgebiet ist einer der wenigen, wenn nicht sogar der einzige, Ort außerhalb Europas, der St. Georg und seinen Drachen im Wappen trägt.

Mikronesien[]

  • Temwen Island, Pohnpei: Die antike Stadt Nan Madol soll mithilfe eines Drachen erbaut worden sein.

Neuseeland[]

  • Piha, Auckland: In einer Unterwasserhöhle südlich der Ortschaft soll der Taniwha Kaiwhare gelebt haben.
  • Waikato: Der Stamm der Ngāti Naho erhob 2002 Einspruch gegen den Bau des Waikato Expressway, da dieser die Höhle des Taniwha Karutahi zerstört hätte. Dem Einspruch wurde schließlich stattgegeben.

USA[]

  • Lahaina, Hawaii: Moku'ula war der heilige Ort der Mo'o Kihawahine.
  • Pearl City, Hawaii: In der Ewa-Lagune (heute Pearl Harbor) lebte einst die Mo'o Kane-kua-ana, die den Einwohnern eine reiche Muschelernte bescheerte.
  • Saipan, Nördliche Marianen: Im Luxus-Hotel Imperial Palace befindet sich die größte Lichtinstallation der Welt, die zwei Chinesische Drachen im Kampf um eine Perle zeigt. Diese ist 60m lang und 40t schwer[9].

Europa[]

Belarus[]

Die Statue des Tsmok am Lepeler See

  • Lepel, Wizebsk: Im Lepeler See soll der Drache Tsmok leben, der 2013 mit einer Statue am Ufer geehrt wurde.
  • Mahiljou, Mahiljou: Vor ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg war in der Synagoge eine Abbildung des Lindwurms von Worms zu sehen.

Belgien[]

  • Gent in Ostflandern: Auf der Spitze des Turmes Belfried ist ein vergoldeter Drache aus Kupfer angebracht.
  • Mons in Hennegau: Jedes Jahr am Trinitäts-Sonntag wird im Zuge des Ducasse de Mons Volksfestes der Drachenkampf von St. Georg nachgestellt.
  • Wasmes in Hennegau: Der Adelige Gilles von Chin tötete einst einen Drachen, dessen Kopf noch heute im Museum in Mons ausgestellt wird.
  • Ypern in Westflandern: Eine Statue eines Walisischen Drachen im Welsh Memorial Park erinnert an den Einsatz walisischer Soldaten im ersten Weltkrieg.

Bosnien und Herzegowina[]

  • Trnovo, Kanton Sarajevo: Nahe dem Dorf Umoljani soll der Drache Aždaja gelebt haben. Als er das Dorf wegen des Lärms, den die Einwohner verursachten, angriff, wurde er durch Gebete versteinert.

Bulgarien[]

  • Kawarna, Oblast Dobritsch: Am Kap Kaliakra soll Sarı Saltık einen siebenköpfigen Drachen getötet haben. In der Höhle des Drachen sind noch heute die Hand- und Fußabdrücke von Sarı zu sehen.

Dänemark[]

Der Drachenspringbrunnen in Kopenhagen

  • Hadsund in Nordjütland: Unter dem Grabhügel Lindhøj soll der Drache aus dem Märchen Der Lindwurm und die Jungfrau hausen.
  • Kopenhagen, Hovedstaden: Am Rathausplatz (dänisch: Rådhuspladsen) steht seit 1904 der Drachenspringbrunnen (dänisch: Dragespringvand). Er stellt einen Drachen dar, der gegen einen Stier kämpft.

Deutschland[]

  • Aachen in Nordrhein-Westfalen:
    • 1748 wurden von zwei Hähnen Cockatrice-Eier gelegt.
    • Karl der Große soll Aachen gegründet haben, da er sich in die Landschaft verliebte, nachdem ein Drachenstein, von dem er besessen war, in einen Fluss dort geworfen wurde.
  • Artland in Niedersachsen: In den Wappen der Artländer Gemeinden ist der so genannte Artländer Drache ein verbreitetes Motiv.
  • Augsburg in Bayern: In einer Sage namens Der Teufel tötet den Drachen bat der Teufel den heiligen Bischof Narcissus um eine Seele, in einem Leib beschlossen eines Essenden und Trinkenden und Schlafenden und Wachenden. Nachdem der Teufel hatte schwören müssen, bald zu töten, wessen Seele er bekommen sollte, gab Narcissus ihm den Auftrag, einen greulichen Drachen zu töten.
  • Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz: Der Berg Drachenfels im Haardt soll der Ort sein, an dem Siegfried Fafner tötete.
  • Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen: Beim Ortsteil Knetterheide könnte es sich um den Ort Gnitaheide aus der Nibelungensage handeln, wo Fafnir sein Gold gehütet haben soll[10].
  • Bad Wurzach in Baden-Württemberg: In der Otternlinde bei Wurzach soll einst ein Lindwurm gelebt haben.
  • Bolsterlang in Bayern:
    • Das Dorf wurde einst von einem Drachen geplagt, bis ein Venedigermännlein diesen "ausführte".
    • Im Dorf Kierwang wurde einst der letzte Drache des Allgäus großgezogen, nachdem St. Magnus diesen verschont hatte.
  • Burg Frankenstein bei Darmstadt in Hessen: Nahe der Burg versperrte Der Lindwurm auf Frankenstein den Zugang zu einem Brunnen, bis Ritter Georg ihn töten konnte. Das Grabmal des Ritters ist noch heute zu sehen.
  • Busenberg in Rheinland-Pfalz: Im Rittersaal der Burg Drachenfels ist das Bildnis eines Drachen zu sehen. Es ist unbekannt, ob der Name der Burg von der Abbildung stammt oder ob sich die Abbildung auf den Burgnamen bezieht.
  • Darmstaft in Hessen: Ein Ritter namens Hans oder Georg tötete den Lindwurm auf Frankenstein, starb aber selbst an dessen Gift.
  • Desenberg in Nordrhein-Westfalen: Der Begründer des Geschlechts von Spiegel tötet einen Drachen mithilfe dreier in den Schild eingelassenen Spiegel.
  • Drachenfels im Siebengebirge am Rhein: Der Ort der Tötung Fafnirs durch Siegfried.
  • Drachenschlucht in Thüringen: Angeblicher Ort des Drachenkampfes des Heiligen Georg. Ein Brunnen im nahen Eisenach erinnert daran.
  • Drachhausen in Brandenburg: Der Drache von Drachhausen brachte einst einem Bauern regelmäßig Gold, bis dessen Frau den Hirsebrei für den Drachen verbrannte.
  • Drackenstein in Baden-Württemberg: Im Drachenloch lebte einst der Drache auf Drackenstein, der eine Prinzessin in der Höhle festhielt.
  • Dresden in Sachsen:
    • Der Dresdner Eiswurm erschwert die Kühlung des Bieres in der Felsenkeller-Brauerei.
    • Der Drache Meix gab dem Meixgrund seinen Namen
  • Ecklak in Schleswig-Holstein: Der Lindwurm von Ecklak kämpfte gegen ein Stierkalb, wobei beide starben.
  • Eilsleben in Sachsen-Anhalt: Der Ortsteil Drackenstedt hat einen Drachen als Wappentier, der sich auf den Namen bezieht. Eine Sage dazu ist nicht überliefert, auf einer Urkunde aus dem Jahr 973 heißt der Ort noch Drikkestedi[11].
  • Eisenach in Thüringen: Sankt Georg (regional Hanjörg) soll in der Drachenschlucht den Drachen getötet haben.
  • Ertingen in Baden-Württemberg: Der Drache im Keller eines Wirtes fraß dessen Frau und Bedienstete, bis der Wirt ihn mithilfe eines Spiegels überlistete und erschlug.
  • Fischen im Allgäu in Bayern:: Wenn der Drache im Geißalpsee (auch Gaisalpsee) ausfliegt, wird der See ausbrechen und eine Flut wird Fischen zerstören.
  • Freckenfeld in Rheinland-Pfalz: Der Drache vom Wurmberg wurde von den Bewohnern der Ortschaft Schaidt mit Wein versorgt, bis besagter Wein verboten wurde. Seitdem ist der Drache verschwunden.
  • Freiburg im Breisgau in Baden-Württemberg: Der heilige Georg soll den Drachen von Ebringen getötet haben, der von den heidnischen Anwohnern als Gott verehrt wurde.
  • Furth im Wald in Bayern: Hier wird jährlich das bekannte Volksschauspiel Further Drachenstich gefeiert. Auch der nahe gelegene Drachensee ist danach benannt.
  • Geldern in Nordrhein-Westfalen: Wichard und Lupold von Pont besiegten den Feuer speienden Drachen von Geldern.
  • Georgensgmünd in Bayern: In Anlehnung an den Schutzpatron der örtlichen Kirche und Namensgeber der Gemeinde, St. Georg, gibt es zwei Statuen, die Drachen zeigen. Diese sind der "Gmünder Drache" von Klaus Leo Drechsel und "Georg der Drachenbezwinger" von Verena Reimann[12].
  • Gnoien in Mecklenburg-Vorpommern: Zwischen den Dörfern Damm und Schlutow lebte im Wald ein Lindwurm. Einst legten die Bewohner ein Feuer vor seiner Höhle, wobei er starb. Danach wurde der Wald "Lindholz" genannt[13].
  • Grimma in Sachsen: Im Stadtwald soll einst ein Drache gelebt haben, der jährlich Menschenopfer forderte[14].
  • Groß Düben in Sachsen: Zwischen Halbendorf und Schleife traf ein Mann einst einen Plón.
  • Heemsen in Niedersachsen: Der Name der Mitgliedsgemeinde Drakenburg könnte von Drachen abgeleitet sein, jedoch ist keine Sage überliefert. Wahrscheinlicher ist eine Ableitung von mitteldeutsch Drake bzw. Dragge, was Anker oder Klammer bedeutet[15]. Dennoch ist ein Drache im Wappen abgebildet.

Fig 1: Der 1597 in Thüringen gesichtete Drache

  • Hohenstein in Thüringen: Auf dem Klettenberg soll 1597 ein Drache gesehen worden sein, der zwei fledermausartige Flügel, zwei Beine und ein katzenartiges Gesicht hatte. Er konnte Gift und Feuer speien[16][17].
  • Hüffler in Rheinland-Pfalz: Der Drache auf dem Wappen basiert auf einem alten Gemeindesiegel, das ein unbekanntes Tier zeigte, welches als Drache interpretiert wurde[18].
  • Jena in Thüringen:
    • Das Wappen der Stadt zeigt einen Engel, vermutlich den Heiligen Michael, der einen Drachen tötet.
    • Eines der Sieben Wunder der Stadt ist Draco, eine Drachenstatue mit sieben Köpfen, vier Beinen, zwei Armen und vier Schwänzen. Er wurde im frühen 17. Jahrhundert von Studenten aus Tierknochen, Draht und Pappmaché gebaut, um Menschen zu erschrecken. Heute steht er im Stadtmuseum[19].
    • Der Name des Ortsteils Drackendorf stammt vermutlich vom Wort "Drache".
  • Kempten in Bayern:
    • Der Sage nach soll die Georgsinsel der versteinerte Drache des heiligen Georg sein. Auch St. Mang besuchte einst die Insel, wo er einen Riesen tötete.
    • In der Sage Drach holt einen Sterbenden holte der Teufel in Gestalt eines Drachen einen gottlosen Mann, als dieser starb.
  • Königslutter am Elm in Niedersachsen: Im Naturpark Elm-Lappwald gibt es eine Erhöhung namens Drachenberg.
  • Kürbitz im Vogtland in Sachsen: Die Sage berichtet von einem Drachen oder Lindwurm in der Nähe des Dorfes, der von einem Ritter getötet wurde, welcher dabei sein eigenes Leben verlor und in der Kirche des Ortes beigesetzt worden sein soll. Siehe Lindwurm zu Kürbitz.
  • Krauchenwies in Baden-Württemberg: Laut einer Sage aus der Zimmerschen Chronik soll einst ein Drache im Flug gegen den Kirchturm des Dorfes Bittelschieß geflogen sein. Der Blutfleck des Drachen war bis zur Zerstörung der Kirche im Dreißigjährigen Krieg zu sehen.
  • Krauschwitz in Sachsen: Die Drachenberge zählen mit 162,8 m zu den höchsten Erhebungen des Muskauer Faltenbogens.
  • Laucha in Sachsen-Anhalt: In der Sage Der Drachenwinkel zertrümmerte ein Schäfer einem Drachen mit einem Felsbrocken den Schädel, nachdem der Drache die Liebste des Schäfers gefressen hatte.
  • Loxstedt in Niedersachsen: Einst terrorisierte ein Drache das Dorf Donnern, doch durch die vereinten Gebete der umliegenden Gemeinden wurde dieser versteinert. Noch heute ist seine Windung am Drachenstein zu sehen.
  • Magdeburg in Sachsen-Anhalt: Ein Raubritter entführe einst eine Jungfrau und ließ sie vom Lindwurm von Rothensee bewachen. Ritter Georg konnte sie schließlich befreien.
  • Mansfeld in Sachsen-Anhalt: Der Ritter Georg befreite die Stadt vom Lindwurm von Mansfeld, nachdem dieser Georgs Tochter bedrohte.

Wurmeck in München

  • München in Bayern:
    • Das Wurmeck des alten Rathauses erinnert an das Töten eines Drachen während einer Pest-Epidemie.
    • Die Mariensäule wird geziert von vier Putten, die die vier Menschheitsplagen in Form von Tieren bekämpfen. Ein Löwe repräsentiert den Krieg, ein Drache den Hunger, eine Schlange den Unglauben und ein Basilisk die Pest.
  • Munster, Niedersachsen: Da die Gemeinde Munster beim Inkrafttreten der deutschen Gemeindeordnung 1935 kein Wappen hatte, wählte man als Wappenmotiv einen Drachen, da die Kirche im Ort dem heiligen Michael geweiht ist. Das ebenfalls im Wappen befindliche Schwert soll die Gemeinde vor dem Bösen, symbolisiert durch den Drachen, schützen[20].
  • Murnau am Staffelsee, Bayern: Das Marktwappen zeigt den Lindwurm von Murnau, der jedoch auf einer Fehlinterpretation des Ortsnamens als "Wurmau" basiert und vermutlich mit keiner regionalen Drachensage verbunden ist.
  • Nebra in Sachsen-Anhalt:
  • Neubrandenburg in Mecklemburg-Vorpommern: Vor den Stadttoren soll ein Prinz namens Georg einen Lindwurm getötet haben. An der Stelle wurde die St.-Jürgens-Kirche erbaut. Davon erzählt die Lindwurmsage von Neubrandenburg.
  • Nidda in Hessen: Im Drachenloch bei Eichelsdorf soll einst ein Drache gehaust haben, der lange genug war, dass er aus der Nidda trinken konnte ohne dass sein Schwanz die Höhle verließ.
  • Niederburg in Rheinland-Pfalz: Ein Drache mit wehendem Schwanz soll einst am hellen Tag in der Luft gesehen worden sein[21]. Vermutlich handelte es sich um einen Kometen.
  • Nußdorf am Inn in Bayern: Der Lindwurm von Nußdorf zerstörte einst das Dorf, indem er einen Bergsee ins Tal fließen ließ.
  • Oberaudorf in Bayern: Nahe dem Weiler "Tatzelwurm" liegen die Tatzelwurm-Wasserfälle, die nach dem Tatzelwurm benannt sind.
  • Oberstdorf in Bayern:
    • Ein Venedigermännlein soll das Dorf einst vor einen Drachen gerettet haben.
    • Der Sage nach lebt im Seealpsee ein Drache, der einst den See über das Oytal ergießen lassen wird.
    • In einer weiteren Sage soll ein "fahrender Schuelar" soll das Trettachgebiet in der Nähe von Oberstdorf von einem Drachen befreit haben.
  • Petershausen in Bayern: Ein künstlicher Hügel in Form eines Drachen wurde als Flurdenkmal gestaltet. Ein Lochstein steht auf dem Kopf des Drachen[22].
  • Potsdam in Brandenburg: Das Drachenhaus ist ein Gebäude im chinesischen Stil, das mit Drachen geschmückt ist.
  • Pöttmes in Bayern: Im Dorf Immendorf lebte einst der Lindwurm von Immendorf, bis dieser von St. Georg getötet wurde.
  • Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen: Die Blitzkuhle soll der Ort sein, an dem einst ein Drache hauste. Die Kuhle selbst entstand, als der Teufel den Drachen tötete.
  • Reutte in Bayern: Im Urisee in der Nähe von Reutte soll ein Drache leben. Ursprünglich soll er die böse Frau eines Schmieds gewesen sein, die als Strafe Gottes in einen Drachen verwandelt wurde. Siehe Drache im Urisee bei Reutte.
  • Rottenburg in Baden-Württemberg: Diverse Sagen aus der Gegend erzählen vom Lindwurm im Ammertal, der dem Ortsteil Wurmlingen seinen Namen gegeben haben soll.
  • Schöten bei Apolda in Thüringen: Der Knappe Veit erschlägt die Lindwürmer und lässt deren Sümpfe zuschütten, dafür erhält er die Tochter des Grafen zur Frau und gründet das Geschlecht derer zu Vitzthum.
  • Schleife in Sachsen: 1817 soll ein Plón über das Dorf geflogen sein.
  • Schleiz, Thüringen: Der Drachenbrunnen auf dem Markt erinnert an mehrere Stadtbrände bis 1945.
  • Schlotzau in Hessen: In der Lindwurmskaute soll einst ein Drache gehaust haben, der vom Ritter Siegfried erlegt wurde.
  • Schwarzenberg im Erzgebirge, Sachsen: Sankt Georg tötete den Drachen, der am Totenstein lebte. Dies ist auch im Wappen der Stadt abgebildet.
  • Spremberg in Brandenburg: Im Dorf Graustein soll ein Wirt einst einen Plón besessen haben.
  • Stuttgart in Baden-Württemberg: In einem Braukeller lebte Der Lindwurm bei Stuttgart, bis ein mutiger Brauknecht ihn mit einem Spiegel tötete.
  • Syrau im Vogtland in Sachsen: Ein Bauer tötete der Sage nach den Lindwurm oder Drachen im Syrauer Wald, der nach Menschenopfern aus dem Dorfe verlangte. Dieser besagte Ort außerhalb des Dorfes trägt heute noch die alte Flurbezeichnung „Drachenburg“, außerdem liegt dort die Drachenhöhle Syrau.
  • Treuenbrietzen in Brandenburg: Auf dem Lindberg in Niebel soll ein Lindwurm gelebt haben, der durch ein Feuer getötet wurde.
  • Trier in Rheinland-Pfalz: Das Drachenhaus ist ein Gebäude, das mit zwei kupfernen Drachen geschmückt ist.
  • Untersberg, Berchtesgadener Alpen in Bayern: Das Drachenloch ist ein 1935 zusammengebrochenes natürliches Steintor
  • Unterwurmbach in Bayern: Der Name der Ortschaft wird im Wappen durch einen roten Lindwurm und einen silbernen Bach dargestellt. Ursprünglich basiert der Ortsname vermutlich auf dem geschlängelten Bach, der durchfließt, anstatt auf einer Drachensage[23].
  • Weilheim an der Teck, Baden-Württemberg: Auf der Limburg hauste ein schrecklicher Drache, der schließlich von einem unbekannten Ritter getötet wurde.
  • Wertach in Bayern: Der Drachenbrunnen ist eine Quelle, die entstanden sein soll, als sich ein Drache in den Boden grub[24].
  • Weyhe in Niedersachsen: Der Lindwurm bei Kirchweyhe wurde vom Ritter Weyhe besiegt. Daran erinnert noch heute die Kirche im Ortsteil Kirchweyhe, die von dem Ritter erbaut wurde.
  • Worms, Rheinland-Pfalz: Der Lindwurm von Worms soll einst von einem Schmied getötet worden sein.
  • Wurmannsquick in Bayern: Das Wappen zeigt einen Lindwurm, in Anspielung an den Ortsnamen. Tatsächlich ist eine ältere Form des Namens aus dem 13. Jahrhundert aber "Purgmansgwike", eine Verbindung aus dem Personennamen Purgman und "gewicke" (mittelhochdeutsch für Wegscheide, Zusammentreffen von zwei Wegen), und hat nichts mit Lindwürmern zu tun[25].
  • Wurmlingen in Baden-Württemberg: Der Name des Ortes soll der Sage nach vom Wurm in der Tanhalde stammen.
  • Würzburg in Bayern: Über dem Eingang des Bürgerbüros im Rathaus befindet sich die Darstellung eines Drachen, dem Geld in den Rachen geschaufelt wird. Historisch befand sich in diesem Raum die Stadtkasse, in der Bürger ihre Steuern bezahlten[26].

Frankreich[]

Die Grand Bailla von Reims

  • Balinghem in Hauts-de-France: Beim Herrschertreffen Camp du Drap d’Or wurde 1520 ein Drache gesichtet.
  • Beaucaire in der Provence: Der Drac entführte eine Wäscherin.
  • Cerisy-la-Forêt in der Normandie: Vigor von Bayeux soll im Wald einen Drachen gezähmt haben.
  • Dol-de-Bretagne in der Bretagne: Die Kathedrale Saint-Samson erinnert an den mehrfachen Drachentöter Samson von Dol.
  • Élorn in der Bretagne: In diesem Küstenfluss lebte ein Drache.
  • Mametz in Hauts-de-France: Das Mametz Wood Memorial ist eine Statue eines Walisischen Drachen, die an die Hilfe der 38. (Walisischen) Infanteriedivison in der Schlacht an der Somme erinnert.
  • Metz in Grand Est: Bischof Clemens von Metz befreite die Stadt vom Drachen Graoully.
  • Oulches-la-Vallée-Foulon in Hauts-de-France: Die Drachenhöhle (fr.: Caverne du Dragon, seltener auch Grotte du Dragon) ist ein ehemaliger Streinbruch, der im ersten Weltkrieg als Bunker benutzt wurde. Er hatte sieben Eingänge, die mit Waffen besetzt waren. Der Name basiert auf dem Drachen der Apokalypse, da die Höhle wie dessen Sieben Köpfe "Feuer" spuckte[27]
  • Paris:
    • Bischof Marcellus von Paris zähmte einen Drachen und führte ihn aus der Stadt.
    • Am Cour du Dragon (fr. für Hof des Drachen) steht eine Drachenstatue, in Erinnerung an Margareta von Antiochia. Auch die angrenzende Straße Rue du Dragon (fr. für Drachenstraße) ist danach benannt.
  • Poitiers in Nouvelle-Aquitaine: Der Drache Grand'Goule bedrohte einst das Kloster Sainte-Croix, wurde aber je nach Quelle von der heiligen Radegundis oder einem zum Tode verurteilten Verbrecher besiegt.
  • Reims in Grand Est: Während der Bitttage wird der Drache Grand Bailla im Zuge einer Prozession durch die Stadt gezogen.
  • Rouen in der Normandie: Erzbischof Romanus bändigte die Gargouille, die in der Seine lebte.
  • Saint-Pierre-d’Irube in Nouvelle-Aquitaine: Die Ortschaft wurde einst vom Drachen Sugulna terrorisiert, bis ein Ritter diesen tötete und dabei selbst umkam.
  • Tarascon in der Provence: Die Heilige Martha von Bethanien zähmte die Tarasque.

Griechenland[]

  • Aliartos-Thespies, Mittelgriechenland: In der antiken Stadt Thespeia soll einst der Drache von Thespeia gewütet haben, bis sich ein Jüngling opferte, um ihn zu töten.
  • Chios, Nördliche Ägäis: Nahe dem Berg Pellenaeus soll laut Edward Topsell der Drache von Chios gelebt haben, bis er bei einem Waldbrand ums Leben kam.
  • Delfi, Mittelgriechnland: In der antiken Stadt Delphi tötete der Gott Apollon den Drachen Python. Der Kultstein Omphalos soll Pythons Grab markieren[28].
  • Euböa, Mittelgriechenland: Die Drachenhäuser (gr.: Δρακόσπιτα, Drakospita) sollen laut lokalen Legenden von Drachen erbaut worden sein.
  • Ioannina, Epirus: Mehrere Bergseen sind als Drakolimni (gr.: Δρακολίμνη, Drachenseen) bekannt. Der Sage nach sollen die Seen entstanden sein, als sich zwei Drachen mit Felsen bewarfen[29].
  • Kos, Südliche Ägäis: Hippokrates Tochter wurde in einen Drachen verwandelt und wartet auf jemanden, der sie mit einem Kuss erlöst.
  • Korinth, Peloponnes: Der Drache von Nemea soll am gleichnamigen Heiligtum einst den Prinzen Opheltes getötet haben.
  • Koumaria, Zentralmakedonien: Ein Drache verschlang einen Mann, obwohl dieser auf einen Rat hörte, seine Hände zusammenzufalten, damit der Drache ihn losließ.
  • Lerna, Peloponnes: Herakles erlegt die Hydra von Lerna.
  • Lygourio, Peloponnes: In der antiken Kultstätte Epidauros sollen einst Drachen gezüchtet worden sein, die den Makedonischen Drachen ähnelten.
  • Paralia Distomou, Böotien: Auf dem Berg Cirfis lebte die Drachin Sybaris von Cirfis
  • Rhodos, Südliche Ägäis: Dieudonné de Gozon vom Johanniterorden tötet 1332 den Drachen von Rhodos
  • Syros-Ermoupoli, Südliche Ägäis: Ein Märchen aus Syros erzählt von Neunundvierzig Drachen, die einst in einem Schloss gelebt haben.
  • Veria, Zentralmakedonien: Im Dorf Koumariá verschlang einst ein Drache einen Mann.

Großbritannien[]

  • Anwick in Lincolnshire: Pflug und Pferde eines Farmers versinken im Feld, kurz darauf erscheint aus dem Boden ein Drache. Der Schatz des Drachen soll unter den Drake Stones liegen.
  • Bodmin in Cornwall: St. Petroc soll hier einst einen Drachen gezähmt haben, der aus einer Schlange entstanden war.
  • Brent Pelham in Hertfordshire: Ein Riese tötet des Teufels Drachen, das Grab des Riesen, Piers' Tomb, erinnert noch heute daran.
  • Brinsop and Wormsley in Herefordshire: Im Dorf Brinsop gibt es einen Brunnen namens Dragon's Well, in dem der Drache gelebt haben soll, den St. Georg getötet hat[30]
  • Bures zwischen Essex und Suffolk: Der Bures Dragon wurde von einem Ritter vertrieben. Seit 2012 ist eine Abbildung des Drachen auf einem Hügel bei Bures zu sehen.
  • Burley in New Hampshire: Sir Maurice Berkeley tötet den Bisterne Dragon
  • Caerphilly in Wales: Im Labyrinth von Caerphilly Castle wurden 2018 zwei lebensgroße Drachenstatuen als Touristenattraktion aufgestellt.
  • Castle Gwys in Wales: Eine vollständig mit Augen bedeckte Cockatrice von einem Mann in einem Fass getötet.
  • Carhampton in Somerset: St. Carantoc zähmt den Carhampton Dragon im Auftrag von König Artus
  • Deerhurst Walton in Gloucestershire: Ein Bauer enthauptet den Deerhurst Dragon, der die Jungfrauen des Dorfes fraß.
  • Dornoch in Sutherland, Schottland: Bischof Gilbert erlegt den Drachen Dhu Guische mit Pfeilen.
  • Durham in County Durham: Im Jahr 1568 soll ein Italiener eine riesige Schlange in die Stadt gebracht haben.
  • Dragonby in Northlincolnshire: Ein Zauberer verwandelte einen Drachen in einen Felsen, den Dragonby Dragon.
  • Drakelow in Derbyshire: Der Name der Stadt bedeutet "Drachenhügel".
  • Dundee in Schottland: Diverse Ortschaften nahe der Stadt sind nach Ereignissen während des Kampfes gegen den Dundee Dragon benannt.
  • Feeny, Nordirland: Auf einem Campingplatz steht eine Statue des Drachen Lig na Paiste.
  • Filey, North Yorkshire: Die Halbinsel Filey Brigg soll aus den Knochen des Filey Dragon entstanden sein.
  • Handale, North Yorkshire: Die Handale Serpent verschlingt Jungfrauen, bis der junge Scaw sie tötet.
  • Henham in Essex: Einige Dorfbewohner vertreiben die Amphitere, eine Geflügelte Schlange.
  • Hutton Rudby, North Yorkshire: Eine Darstellung an der Kirche erinnert noch heute an den Hutton Rudby Dragon, der dort getötet wurde.
  • Lambton, Durham: John Lambton angelt ein Drachenjunges, welches zum Lambton Worm heranwächst und das Dorf bedroht.
  • Lindisfarne, Northumberland: Als das Kloster 793 von Wikingern überfallen wurde, sollen feurige Drachen am Himmel gekreist sein.
  • Linton in Roxburghshire: 1174 tötete ein Laird de Somerville den Worm of Linton, der in seinen Todesqualen die Landschaft Wormington formnte.
  • London:
    • Statuen von Drachen, so genannte Dragon boundary marks, schützen die Grenzen der Stadt. Die selben Drachen sind auch im Stadtwappen zu sehen.
    • Das Cádiz Memorial ist eine drachenartige Statue in Westminster. Sie wird oft als Östlicher Drache beschrieben, stellt aber eigentlich Geryon dar.
  • Longwitton, Northumberland: Sir Guy von Warwick tötet den Dragon of Longwitton.
  • Lough Foyle zwischen Nordirland und Irland: In der Flussmündung soll der Drache Lig na Paiste gefangen sein, der einst Nordirland verwüstete.
  • Mordiford in Herefordshire: Das Mädchen Maud findet einen jungen Wyvern und zieht ihn auf.
  • Norwich in Norfolk: Bis 1835 wurde jährlich der Drache Snap von St. Georg gestochen.
  • Nottingham in Nottinghamshire: Im Vorort Sneinton steht eine stählerne Drachenstatue mit einer Flügelspannweite von 4,5m[31].
  • Perth in Perthshire: In der Ortschaft Dunning soll St. Serf einen Drachen getötet haben.
  • Slingsby, North Yorkshire: Sir William Wyvill und sein Hund erlegen die Slingsby Serpent. Das angebliche Graf Wyvills ist noch heute zu sehen.
  • Sockburn, Durham: Das Schwert, mit welchem der Sockburn Worm getötet wurde, ist noch heute in der Kathedrale ausgestellt.
  • South Downs in Sussex: Der Drache Knucker lebte in den Quellteichen der South Downs.
  • St Leonard's Forest in Sussex: Der heilige Leonard tötet einen Drachen. 1614 wird ein weiterer Drache getötet.
  • Uffington, Oxfordshire: Der Dragon Hill soll der Ort gewesen sein, an dem St. Georg den Drachen getötet hat. Ein blanker Kreidefleck oben auf dem Hügel zeugt noch heute davon.
  • Wales: Ein roter Drache diente Merlin zur Vorhersage der walisischen Zukunft, siehe Cyfranc Lludd a Llefelys.
  • Wantley, South Yorkshire: Ritter Moore von Moore Hall tötet den Drachen von Wantley mit einem Tritt zwischen die Beine.
  • Wells, Somerset: Bischof Jocelyn tötet einen Drachen, der alle 50 Jahre droht, zurückzukehren, wenn die Menschen ihn vergessen. Ihn zu Ehren wird alle 50 Jahre ein Festspiel gefeiert.
  • Wherwell in Hampshire: Eine Cockatrice wurde in Wherwell Priory festgehalten. Sie wurde von einem Mann namens Green getötet, nachdem Green's Acres benannt ist.
  • Whitby, North Yorkshire: Bauarbeiten zu einem Kloster erwecken den Whitby Wyrm, der das Bauprojekt niederzubrennen droht. Bis zur Auflösung des Klosters im 17. Jahrhundert kehrte der Drache alle sieben Jahre zurück, um das Kloster zu vernichten.
  • Wormingford, Essex: Der aus Bures vertriebene Drache wurde hier von Sir Georg erlegt, worauf der Ortsname basiert.
  • Gower, Wales: Die Insel Worm’s Head hat ihren Namen von der charakteristischen Form, die an einen Drachenkopf erinnert.
  • St Albans in Hertfordshire: Der Dragon of Wormenhert soll in einer Höhle gelebt haben, bis diese zugeschüttet wurde.

Irland[]

  • Kilmacrehy, County Clare: Auf dem Grab von St. McCreehy ist sein Kampf gegen den Drachen Bruckee dargestellt.
  • Rath, County Clare: St. McCreehy soll hier den Bruckee bezwungen haben.
  • Scattery Island, County Clare: Einst vertrieb der heilige Senán die Schlange Cathach von der Insel.

Island[]

  • Egilsstaðir, Austurland: Im Lagarfljót-See lebt der so genannte Lagarfljótwurm, der seit 1345 immer wieder gesichtet wurde.
  • Vopnafjörður, Austurland: Der Drache von Island soll hier im 10. Jahrhundert den Zauberer des dänischen Königs Erik Blauzahn vertrieben haben.

Italien[]

  • Ahrntal, Südtirol: Eine Rippe eines Drachen soll groß genug gewesen sein, um 100 Schafen Schatten zu spenden.
  • Atessa, Abruzzen: Der Drache von Atessa musste getötet werden, um die Dörfer Ate und Tixa zu vereinen.
  • Baunei, Sardinien: Der Drache Scultone soll einst die Stadt terrorisiert haben.
  • Bologna, Emilia-Romagna: Der Drache von Bologna war eine von Ulisse Aldrovandi beschriebene Fälschung, die in der Stadt 1572 auftauchte.
  • Cassano all’Ionio, Kalabrien: Die antike Stadt Sybaris wurde nach der Drachin Sybaris von Cirfis benannt.
  • Catania, Sizilien: Unter dem Vulkan Ätna soll Typhon begraben liegen.
  • Gufidaun, Südtirol: Der Kranzlwurm soll einer Magd Reichtum gebracht haben, nachdem sie ihn regelmäßig mit Milch fütterte.
  • Heiligkreuzkofel, Südtirol: Noch heute erinnert ein Denkmal an die Tötung des Drachen von Sas Vanna.
  • Jenesien, Südtirol: Der dicke Wurm ist ein Haselwurm, der hier einst gesichtet worden sein soll.
  • Leifers, Südtirol: Ein Drache, der die Menschen bedrohte, wurde von einem riesenhaften Mann getötet.
  • Lodi, Lombardei: Der Drache Tarantasio wurde von einem Heiligen besiegt und gab der Ortschaft Taranta ihren Namen.
  • Mailand, Lombardei:
    • Die Biscione ist das Wappentier der Stadt.
    • Der Bischof der Stadt im 5. oder 6. Jahrhundert, Arsacius, soll einen Drachen durch sein Gebet getötet haben.
  • Montecristo, Toskana: Mamilian von Palermo soll auf der Insel einen Drachen getötet haben.
  • Pfatten, Südtirol: Der Riese Grimm soll hier einst einen Drachen erschlagen haben.
  • Pustertal, Südtirol:: In der Sage Der Wurm beim Schatze bewachte ein Beißwurm, also ein Tatzelwurm, einen Schatz.
  • Reggio Calabria, Kalabrien: An der Straße von Messina soll die Scylla auf Seefahrer lauern.
  • Rom:
    • Als es während der Herrschaft von Kaiser Maurikios ein Hochwasser des Tiber gab, wurde neben vielen kleineren Schlangen auch ein großer Drache angespült[32].
    • 1691 soll in den Sümpfen nahe der Stadt ein Drache gelebt haben.
    • Laut der Legenda Aurea soll bereits Papst Silvester I. in Rom einen Drachen getötet haben.
  • Siena, Siena: Einer der historischen Stadtteile (Contrade) heißt Contrada del Drago (it.: Contrade des Drachen). Dies könnte auf die Adelsfamilie Borghesi, die historisch einen Drachen als Emblem trägt, oder auf die Familie Benincasa, der die heilige Katharina von Siena enstammt, zurückgehen. Katharina wird manchmal als Drachentöterin dargestellt[33].
  • Terni, Umbrien: Das Wappen von Terni zeigt den Drachen Thyrus, der die Stadt im Mittelalter belagerte.
  • Trambileno, Trient: Die Einsiedelei San Colombano erinnert an die Vertreibung eines Drachen durch Columban von Luxeuil.
  • Ulten, Südtirol: Im Weißbrunnsee lebte einst ein Drache, bis dieser von einem Venedigermännlein weggeritten wurde.
  • Villanders, Südtirol: Der schatzhütende Drache in Villanders soll unter einem Felsen bei der Kirche einen Schatz bewachen.
  • Vinschgau, Südtirol:
    • Der Plawenner Drache lebte in einem See auf dem Plawenner Berg. Damit er nicht gefährlich wurde, mussten ihm Menschen oder Vieh geopfert werden. Schließlich zerbarst er, nachdem ein Bauer einen Ochsen mit ungelöschtem Kalk gefüllt hatte.
    • Der Drache im Andoier See soll alles fressen, was sich Nachts in der Nähe des Sees aufhält.
  • Wolkenstein, Südtirol: Der See Lech dl Dragon hat seinen Namen von den unheimlichen Geräuschen, die man in der Gegend oft hört. Der Legende nach werden diese vom Flug eines Drachen ausgelöst.

Kroatien[]

  • Čakovec, Međimurje: Unter der Stadt lebte einst der Drache Čakovec pozoj, welcher letztendlich von einem wandernden Magier besiegt wurde.

Liechtenstein[]

Mariahilf-Kapelle von Balzers, mit dem Kopf des Lindwurms von Ellberg auf der Spitze

  • Balzers, Oberland: Einst lebte ein Drache auf dem Oberfeld und terrorisierte das Dorf Mäls. Erst mithilfe der Jungfrau Maria konnte der Lindwurm vom Ellberg vertrieben werden.
  • Triesenberg, Oberland:
    • In der Bleika soll ein Drache ruhen, der darauf wartet, dass die Kapellen in der Litze und St. Wolfgang am Meierhof zerstört werden, damit er wieder wüten kann.
    • An einer Felswand an der Silumer Höhe soll ein Lindwurm gehaust haben, der letztendlich vom Riesen von Guflina getötet wurde.
    • Ein Drache soll in einem unzugänglichen Versteck warten, bis die Zeit günstig ist, es zu verlassen.

Luxemburg[]

  • Mersch: Auf dem Méchelsplatz steht eine Statue eines Drachen, vom Künstler Paul Eyschen. Diese erinnert an den Namensgeber des Platzes, den Erzengel Michael, der den Drachen der Apokalypse bezwang[34].

Malta[]

  • San Ġiljan, Northern Harbour: Auf einem Landvorsprung soll einst ein Drache gelebt haben. Heute steht dort der Dragonara-Palast (maltes.: Il-Palazz tad-Dragunara)[35]

Niederlande[]

  • Besel, Limburg: Jährlich wird im Zuge einer Prozession die Legende des Heiligen Georg nachgestellt und ein Drache gestochen.

Österreich[]

  • Absam, Tirol: Auf dem Schloss Melans soll einst ein siebenjähriger Hahn ein Ei gelegt haben. Daraus schlüpfte ein Drache, der seitdem im Schlossteich lebt. Deshalb sind an den Dachrinnen des Schlosses Drachenköpfe angebracht[36].
  • Admont, Steiermark: Mehrere Sagen über Lindwürmer im Ennstal spielen in dieser Gemeinde.
  • Bad Goisern, Oberösterreich: Der Sage nach war Goisern einst eine prächtige Stadt, bis sie von einem Drachen aus dem Wurmstein zerstört wurde.
  • Bach, Tirol: Unter dem Modertal-Wasserfall soll der Modertaldrache einen Schatz bewachen.
  • Elbigenalp in Tirol: Am Kitzbödele oder im Wassertal soll ein Drache leben. Wenn er sich umdreht, ist der Ort verloren.
  • Fresach, Kärnten: Der Amberger Wurm wurde von einem Schneider besiegt.
  • Grödig in Salzburg: eine Siedlung heißt Drachenloch
  • Haus in der Steiermark: Der Lindwurm vom Gradenbach ließ einst eine Stadt unter den Wassermassen eines Bergsees versinken.
  • Hittisau in Vorarlberg: In der Kommaschlucht soll ein Drache hausen.
  • Hohenwart in der Steiermark: Der Berg soll einst einen Lindwurm beheimatet haben.
  • Innsbruck in Tirol:
    • In der Sillschlucht soll ein Lindwurm gehaust haben, der das Stift Wilten bedroht hat und vom Riesen Haymon (dem Gründer des Stifts) erschlagen worden ist.
    • Ein Drache, der einst in Valsot in der Schweiz aus seiner Höhle getrieben wurde, soll im Inn bis Innsbruck geschwommen und dort getötet worden sein[37].
  • Kalwang in der Steiermark: Die Ortschaft soll einst in einem Lindwurmangriff zerstört und später in sicherem Abstand wieder aufgebaut worden sein.

Der Lindwurmbrunnen von Klagenfurt

  • Klagenfurt in Kärnten: Ein Drache, der im Sumpf lebte, wurde getötet; siehe Lindwurmbrunnen.
  • Kleinarl in Salzburg: Im Tappenkarsee soll der Lindwurm vom Tappenkar gelebt haben und möglicherweise noch immer hausen.
  • Knittelfeld in der Steiermark: Das Wappen der Stadt zeigt noch heute die drei Keulen (Knittel), mit denen Der Lindwurm von Ingering getötet wurde.
  • Lermoos in Tirol: Im Drachensee soll ein Drache hausen, zu dessen Herkunft es verschiedene Sagen gibt.
  • Liezen, Steiermark: In der "Roten Wand", einer Felswand über der Stadt, soll einst der Drache von Liezen gelebt haben. Heute ist er im Wappen der Stadt und als Statue auf einem Kreisverkehr zu sehen.
  • Malta in Kärnten: Einst soll ein Drache im Bergsee gelebt haben. Als dieser Lindwurm vom Maltatal getötet wurde, zerstörte er eine Felswand und der Bergsee spülte das alte Dorf Malta weg.
  • Mieminger Gebirge, Tirol: Die Berge Vorderer Drachenkopf und Hinterer Drachenkopf und der Drachensee befinden sich hier. Es ist keine konkrete Sage dazu überliefert
  • Mixnitz in der Steiermark: In der Drachenhöhle wurden Knochen von Höhlenbären gefunden und für Drachenknochen gehalten.
  • Rangersdorf in Kärnten: Im Burgsee der Rangsburg lebte einst der Drache von Rangsburg, bis dieser den See ins Tal stürzen ließ.
  • Reutte in Tirol:
  • Rohr bei Hartberg, Steiermark: Die Gemeinde hat einen Wolfsdrachen als Wappen, zu dem jedoch keine Sage überliefert ist.
  • Rottenmann in der Steiermark: Der Name der Stadt soll von dem blutgetränkten Gewand eines Drachentöters stammen, der einen der Lindwürmer im Ennstal tötete.
  • Schladming in der Steiermark: Der Lindwurm vom Riesachsee gräbt sich durch den Fastenberg. Hat er dies einmal geschafft, wird der See Schladming überfluten.
  • Sölk in der Steiermark: Aus dem Schwarzen See in der Großsölk brach einst ein Lindwurm aus, wobei er von Felsen zerquetscht wurde und bei der Ortschaft Stein liegenblieb.
  • Stainach-Pürgg in der Steiermark: Der Lindwurm in der Klachau ließ einst einen Bergsee ins Tal stürzen, wodurch die Paßenge von Untergrimming enstand.
  • St. Lorenz, Oberösterreich: Der Teufel entführt eine Köchin, da sie dem Pfarrer verwässerte Milch serviert hatte, kommt vom Kurs ab und kracht in die Drachenwand. Dadurch entsteht das so genannte "Drachenloch".
  • Tauplitz, Steiermark: Einst soll der Lindwurm vom Grimmingboden in der Flut eines Bergsees zu Tode gekommen sein.
  • Wien:
    • Ein Hausschild in der Singerstraße zeigt die Heilige Maria und einen Drachen, jedoch ist keine Legende überliefert.
    • In Ober Sankt Veit soll einst ein Lindwurm in einem Baum gelebt haben, der als Der Stock im Weg bekannt war. Der heilige Veit konnte ihn schließlich bezwingen.
    • Im Laaer Wald soll 1848 ein Lindwurm regelmäßig Lebensmittel gestohlen haben. Tatsächlich handelte es sich aber um eine Räuberbande[38].
    • Der Schmeckender-Wurm-Hof soll nach einem übel riechenden Lindwurm benannt sein, der in dem Haus lebte.
    • In der Schönlaterngasse wurde im Jahr 1212 ein Basilisk gefunden.
    • In einer Höhle am Hermannskogel lebte einst ein Drache, bis dieser ausgeräuchert wurde. Eine ähnliche Sage gibt es auch vom Kahlenberg.

Polen[]

  • Cielmów in Lebus: Einer der vielen Drachen, die einst die Niederlausitz bevölkerten, soll hier von St. Georg getötet worden sein.
  • Dratzigsee in Westpommern: Auf der Insel Lindwerder lebte einst ein Lindwurm, bis er von einem Jüngling mit schönem Gesang betört und getötet wurde.
  • Krakau (pol.: Kraków) in Kleinpolen: Der Stadtgründer Krak tötete den Drachen Smok Wawelski; es gibt eine Drachenhöhle.
  • Namysłów in Opole: Der Drache von Smogorzów terrorisierte die gleichnamige Ortschaft. Es gibt verschiedene Legenden, wie er besiegt wurde.
  • Połczyn-Zdrój in Westpommern: Der Wilde Jäger soll als Drache erschienen sein und einem Schäfer, der bei der Wilden Jagd mithetzte, als Dank ein Menschenbein zugeworfen haben, das der Schäfer nur mithilfe eines Pastors loswurde.
  • Żmigród in Niederschlesien: Das Wappen zeigt einen Drachen, der sich um einen Turm windet. Dies soll auf einer außergewöhnlich großen Schlange basieren, die nahe des Wasserturms einst ihr Nest hatte[39]. Der Name stammt von Żmij (pol. für Drache, Schlange) und gród (pol. für Burg), was sich auch im deutschen Ortsnamen Trachenberg wiederspiegelt.

Portugal[]

  • Monção, Viana do Castelo: Jedes Jahr wird im Zuge der Fronleichnamesprozession der Kampf zwischen St. Georg und dem Drachen Santa Coca dargestellt.

Rumänien[]

  • Bălan im Kreis Sălaj: Der Grădina Zmeilor (ro.: Garten der Drachen) ist eine Ansammlung an ungewöhnlich aussehenden Felsen.
  • Brașov (Kronstadt) in Siebenbürgen: Der Lindwurm auf der Zinne fraß einen Studenten, der aber am Leben blieb und durch eine List befreit werden konnte.
  • Criș (Kreisch) in Siebenbürgen: In einem "Zwergelloch" hauste ein Drache, der jede Woche ein Menschenopfer von den Dorfbewohnern verlangte, damit er das Dorf in Ruhe ließ.
  • Siebenbürgen: Ein Drache beseelte eine Magd, aber ihre Mutter heilte sie, indem sie, ihre Familie und Freunde so taten, als sei die Magd gestorben.

Russland[]

  • Andreapol, Oblast Twer: Im Brosno-See soll der Brosno Drache leben.
  • Lipezk, Oblast Lizezk: Im Freizeitpark Kudykina Gora steht eine gigantische Statue von Smej Gorynytsch.

Schweden[]

  • Älmhult, Kronobergs län: Am Drakabacken (swe.: Drachenhügel) soll ein Mann namens Ingemar Larsson einen Drachen getötet haben.
  • Enköping, Uppsala län: Der Runenstein U729 zeigt zwei ineinander verwobene Rundrakar.
  • Stockholm, Mittelschweden: In der Sankt Nikolai kyrka steht eine Statue von St. Georg, der einen Drachen tötet.

Schweiz[]

  • Altdorf in Uri: In einem Mauerloch in der Schrotengasse soll ein vierbeiniger Lindwurm gelebt haben, der manchmal herauskam und den Weg versperrte. Als einige Männer den Drachen aus seinem Loch ziehen wollten, rissen sie ihn entzwei[40].
  • Arosa in Graubünden: Der Drache im Castieler-Tobel wurde von einem Fremden getötet, der jedoch selbt am Gift des Drachen verendete.
  • Bäretswil in Zürich: Im Burgkeller der Ruine Greifenberg soll eine Jungfrau über einen Schatz wachen, die selbst von einem Drachen bewacht wird[41].
  • Breno in Tessin: Das Monster von Breno stahl die Milch der Kühe, bis die Hirten eine Pilgerfahrt zu Ehren der heiligen Maria machten und es töten konnten.
  • Breil in Graubünden: In einem Sumpf soll ein Sumpfdrache leben, der einst erwachen und das Dorf Waltensburg (rätoromanisch: Vuorz) überfluten soll[42]. Das Wappen von Waltensburg zeigt St. Georg beim Töten eines Drachen.
  • Buchs in St. Gallen:
    • Der Drache von Buchs soll Feuer und Rauch gespien haben. Er soll Vieh auf eine Felsplatte gelockt haben, von der es runterstürzte, woraufhin der Drache es fressen konnte. Zeigte der Drache sich, brach ein Bach los. Heute soll der Drache tot unter der Felsplatte liegen.
    • Der Drache von der Alp Maltschül soll sich auf einer roten Platte aufhalten, aber nur vor einer Überschwemmung erscheinen.
  • Burgdorf in Bern: Zwei Brüder finden eine Höhle namens Drachenloch im Wald und werden von einem Drachen angegriffen.
  • Düdingen in Freiburg: Der Stollenwurm von Düdingen terrorisierte die Umgebung. Es ist unbekannt, ob er jemals besiegt wurde.
  • Ebnat-Kappel in St. Gallen: In den Sümpfen von Ebnat soll es mehrere Lindwürmer und Drachen geben, in deren Nähe man wegen ihrer verpestenden Ausdünstungen nicht kommen will.
  • Erstfeld in Uri: Auf dem Schwarz Grat liegt das Wurmälpeli, in dem einst ein feuriger Drache gelebt haben soll.
  • Flüelen in Uri: Ein Drache so groß wie ein Baum, mit dem Gesicht eines Mannes, und ein Mann ohne Kopf sollen einst gesichtet worden sein[43].
  • Gadmertal in Bern: Die Würmer im Gadmental wurden von einem Zauberer angelockt, bevor einer von ihnen den Zauberer zerfleischte.
  • Galterntal in Freiburg: Der Lindwurm vom Galterental reisst jede Nacht Vieh, bis er durch regelmäßige Kerzenopfer besänftigt wird.
  • Gams in St. Gallen: Ein Küher lebte einige Jahre lang mit einem friedlichen Lindwurm zusammen in dessen Höhle.
  • Grabs in St. Gallen:: Ein zum Tode verurteiltes Mädchen sollte einen sieben Jahre lang mit Milch gefütterten Stier zu einem Lindwurm führen. Dem Stier gelang es, den Lindwurm zu besiegen, stürzte sich aber in seiner Wut eine Felswand hinunter und starb dadurch. Das Mädchen entkam.
  • Gurtnellen in Uri: Eine Sage aus Meitschligen erzählt von einem Mann, der in Die Drachenhöhle am Bristenstock fiel und nur mit Hilfe des dort lebenden Drachen überleben konnte.
  • Küsnacht, Zürich: Ein Ritter konnte mithilfe der Jungfrau Maria den Drachen vom Küsnachter Tobel bezwingen. Danach sind die lokale Höhle Drachenloch und der Findling Drachenkopf benannt.
  • Lenzburg in Aargau: Auf der Burg haust der Drache Fauchi, der von dem Drachen aus Burgdorf abstammt.
  • Luzern: Auf dem Pilatusberg lebten heilbringende Drachen.
  • Luzern: Drachen sollen von den Bergen in die Täler gekommen sein, wobei sie die Landschaft teilweise zerstörten. Dazu sagt man, dass die Drachen ausfahren. In einer Sage namens Der Drache fährt aus fiel ein Fassbinder in einen Brunnen und musste danach mehrere Monate in Gesellschaft von zwei Drachen verbringen.
  • Meerenschwand in Aargau: Der Wurm bei Meerenschwanden riss Feldfrüchte aus, bis ein Bauer ihn köpfen konnte. Im Todeskampf traf er den Bauern tödlich.
  • Meiringen in Bern: Laut dem Naturforscher Samuel Studer soll hier "eine Art von Schlange mit einem fast runden Kopf und mit kurzen Füssen" leben. Vermutlich handelt es sich dabei um einen Tatzelwurm. 1935 will ein Fotograph hier einen Tatzelwurm fotografiert haben.
  • Näfels in Glarus: Der Drache im Schwändital versetzte die Anwohner in Angst und Schrecken, bis ein armer Ritter ihn tötete und dabei umkam.
  • Naters in Wallis: Eine schreckliche Natter ist der Namensgeber des Dorfes und des dortigen Fastnachtsvereins. Dieser stellt jedes Jahr einen Drachen auf dem Dorfplatz auf, um daran zu erinnern.
  • Neuenburg in Neuenburg: Einst soll ein Drache durch seinen rauchigen Atem in Nebel getaucht haben, bis er durch die Fee Muriel vertrieben wurde.
  • Oberriet in St. Gallen:: Der Drache am Hirschensprung wurde besiegt, indem Bauern ihm eine glühende Pflugschar in den Rachen warfen. Der Drache soll noch existieren, besteht aber aus Stein.
  • Oberuzwil in St. Gallen:: Der Drache von Oberuzwil fuhr aus der Erde, wodurch eine Vertiefung entstand, in der ein Haus Platz hätte, und reiste nach Zuckenriet.
  • Ormont-Dessus in Waardt: In einem See soll einst ein gefiederter Drache gelebt haben, der an einen Schwan erinnert.
  • Rohrdorf in Aargau: Ein Drache hauste unter dem Drache von Rohrdorf, bis ein weißer Stier ihn tötete.
  • Saastal in Wallis: Im Tal sollen Golddrachen leben, die die Goldadern in den Bergen fressen. Einer lebt auf dem Mittagshorn, der anderen auf dem Schildhorn.
  • Schwarzsee, Freiburg: Ein Mönch bannte den Drachen vom Schwarzsee und dieser stürzte von einem Felsen in den See. Der Fels heißt heute Drachenfluh, und am See steht eine Statue des Drachen.
  • Seetal nahe Luzern: Die Seetaler Hochschule für Drakologie bietet ein Programm für Kinder, um die Drachen des Tals zu erforschen. Dabei werden Drachenlegenden mit erfundenen Geschichten vermischt.
  • Seewis im Prättigau, Graubünden: Ein schwarzer Hahn soll einst ein rundes, graues Ei gelegt haben. Nachdem man dieses zerstört hatte, breitete sich ein schrecklicher Gestank aus und man fand einen Wurm darin, den man als Basilisken identifizierte[44].
  • Silenen in Uri: Das See-Untier im Leiden-See soll von Jägern erschossen worden sein.
  • Solothurn in Solothurn: Im Jahr 1654 soll hier der Drache von Solothurn gesichtet worden sein.
  • Spiringen in Uri: Einst soll es bei Märchling einen Bach gegeben haben, in dem ein Lindwurm hauste[45].
  • Stans, Nidwalden: Heinrich von Winkelried tötete hier einen Drachen, der noch heute im Wappen von Ennetmoos zu sehen ist.
  • Stugl, Graubünden: Es sollen öfters Drachen im Stulser-Gebirge gesichtet worden sein.
  • St. Josefen in St. Gallen: Eine kleine Schlucht heißt Drachenloch
  • Thunersee im Berner Oberland: Der „Apostel der Schweiz“ Beatus hat den hier lebenden Drachen bekämpft.
  • Toggenburg in St. Gallen: Auf der Südseite des Kuhmettlers befindet sich ein Drachenloch, das tief in den Berg hineinführt. Darin fließt ein Bach.
  • Unterschächen in Uri: In einer Höhle am Brunnital lebte ein Drache, der oft aus der Höhle flog und dabei einer brennenden Tanne ohne Äste glich[46].
  • Valsot in Graubünden: In einem See am Fuß des Berges Piz Mezdi soll ein Drache gelebt haben. Bei einem Unwetter wurde er aus seiner Höhle getrieben, fiel den Berghang hinab in den Inn und wurde schließlich in Innsbruck in Österreich getötet[37].
  • Vättis in St. Gallen: Im Drachenloch am Drachenberg wurden Höhlenbären-Knochen für Drachenknochen gehalten.
  • Vättis in St. Gallen: Der Drache von Vättis soll über die Tamina nach dem Calanda geflogen sein, dort aber keinen Grund gefunden haben, abgestürzt und elendiglich umgekommen sein.
  • Vierwaldstättersee: In der Sage Das Drachenried soll der Ritter Struthan einen Drachen getötet haben, aber selbst gestorben sein, weil das giftige Drachenblut seinen Arm berührte.
  • Vouvry in Wallis: Die fliegende Viper von Vouvry trug einen Drachenstein auf ihre Kopf, den ihr ein Mann stehlen konnte, als sie ihn zum Baden ablegte.
  • Wartau in St. Gallen: Nahe dem Dorf Azmoos schläft der Drache von Wartau, der einst von einem Bauern eingeschläfert wurde. Mit seinem Schwanz kann er großen Schaden anrichten.
  • Wettingen in Aargau: In einer unzugänglichen Höhle soll ein Drache hausen[47].
  • Wichtrach in Bern: Der Drache von Wichtrach soll der Namensgeber der Gemeinde sein.
  • Zernez in Graubünden: Der Drache in der Alpe Macun soll im See Lai Grond leben und manchmal ein Rind erbeuten.

Serbien[]

  • Jastrebac-Berge in Okrug Rasina: Auf dem großen Jastrebac (srp.: Veliki Jastrebac) soll der Drache von Jastrebac gelebt haben.
  • Sremska Mitrovica im Okrug Srem: Der heilige Erasmus von Antiochia soll eine Statue an einem Jupiter-Tempel in Sirmium durch seinen Glauben zerstört haben, woraufhin ein Drache daraus hervorkam und von Erasmus vertrieben wurde[48].
  • Uvac-Fluss im Okrug Šumadija: St. Georg tötete einen dreiköpfigen Drachen, der im Kampf die Bäume der Umgebung umwirft. Dadurch entstand die "Drachenquelle" (srp.: Zmajevac), ein drachenförmiger Flusslauf und eine baumfreie Fläche auf der Pešter-Seite des Uvac-Canyons[49].

Slowakei[]

  • Demänovská Dolina in der Niederen Tatra: In der Demänováer Eishöhle werden Höhlenbären-Knochen gefunden, die Franz Ernst Brückmann 1739 als Drachenknochen beschreibt.

Slowenien[]

  • Brezovica in Zentralslowenien: Auf dem Krimberg soll ein Drache leben, der manchmal das Laibacher Moor erbeben lässt[50].
  • Idrija in Gorica: Bergleute stahlen die Schätze eines Drachen, der in einer Mine lebte. Draufhin zerstörte dieser einen Teil des Bergs Kobalove planine[50].
  • Ljubljana in Zentralslowenien: Iason soll einen Drachen erschlagen haben, daran erinnert noch heute die Drachenbrücke und das Stadtwappen.
  • Kozje in Savinjska: Der Drache Viza soll einst den Dorfplatz zerstört haben.
  • Slovenske Konjice in Savinjska: Am Berg Konjiška gora lebt der Drache von Konjiška, der durch eine wöchentliche Messe oder ein Jungfrauenopfer davon abgehalten werden musste, den Berg zu verlassen.
  • Solčava in Savinjska: Der Drache von Solčava lebte im See Matkov kot, bis er eine Flut auslöste und in dieser umkam.
  • Tržič in Gorenjska: Die Stadt soll gegründet worden sein, als der Drache von Tržič den Berg Košuta spaltete und damit eine frühere Siedlung zerstörte.
  • Žiri in Gorenjska: Unter einem Hügel soll ein so genannter Lintvern hausen, der für den unregelmäßigen Wasserfluss der Karstquelle im Hügel verantwortlich sein soll.

Spanien[]

  • Alcalá de Guadaíra, Andalusien: Die "Puente del Dragón" ist eine Brücke in Gestalt eines riesigen Drachen.
  • Barcelona, Katalonien: In der Stadt gibt es sehr viele Drachenstatuen, oft in Kombination mit dem katalanischen Schutzpatron Sant Jordi. Die Stadt hat deshalb auch den Spitznamen "Drakcelona"[51].
  • Berga, Katalonien: Jährlich zu Fronleichnam wird eine Figur des Halbdrachen La Guita Xica durch die Straßen getragen.
  • Betanzos, Galicien: Ein Drache griff einst die Stadt an, wurde aber von jungen Männern wieder vertrieben. Der Kampf wird jedes Jahr in einem Festspiel dargestellt.
  • Bronchales, Aragon: Der Dragón de Bronchales lebte in einer Höhle und hypnotisierte die Menschen, bis diese ein Feuer vor der Höhle entzündeten und ihn so vertrieben.
  • Calzadilla, Cáceres: El lagarto de Calzadilla soll einst die Schafe der Einheimischen gerissen haben, bis sie mit einer Schrotflinte erschossen wurde.
  • Lleida, Katalonien: Jedes Jahr wird im Zuge der Fronleichnamsprozession der Drache Marraco durch die Stadt getragen.
  • Manacor, Mallorca: In den Coves del Drac (kastilisch Cuevas del Drach, dt.: Drachenhöhlen) sollen je nach Quelle die Tempelritter oder Piraten einem Drachen ihre Schätze anvertraut haben, die dieser seitdem bewacht.
  • Navarra: Das Kloster San Miguel de Aralar wird von Theodosius von Goñi erbaut, nachdem St. Michael ihm geholfen hat, einen Herensugue zu töten.
  • Palma de Mallorca: Im 18. Jahrhundert soll der Drache von Na Coca in der Kanalisation der Stadt gelebt haben. Nach seinem Tod wurde er konserviert und im Diözesan-Museum aufbewahrt, wo man ihn noch heute ansehen kann.
  • Redondela, Galicien: In der Bucht Ría de Vigo soll ein Coca hausen, der jährlich im Zuge eines Festspiels gestochen wird.
  • Sa Dragonera, Mallorca: Der Name der Insel bedeutet Dracheninsel, vermutlich aufgrund ihrer langezogenen Form mit Bergen, die an einen Stachelkamm erinnern. Eine andere Hypothese leitet den Namen aber vom lateinischen tracones ab, das im Mittelalter für unterirdische Wasserleitungen stand und auf die wichtige Rolle der Insel (insbesondere der Cova de sa Font) für die Wasserversorgung antiker Schiffe hindeutet, die diese Gegend befuhren[52]. Häufig wird der Name auch auf die vielen dort lebenden Eidechsen bezogen.

Tschechien[]

  • Brünn, Südmähren: Der Drache von Brno, der die Stadt einst terrorisierte, ist heute ausgestopft in der Stadthalle zu sehen.
  • Liberec, Reichenberger Region: Auf dem Berg Dračí vrch soll einst ein Drachen gelebt haben, bis ein Mädchen ihn mit einem Pfeil schwer verletzte.
  • Osoblaha, Mährisch-Schlesische Region: Der Lindwurm von Battelsdorf terrorisierte das Dorf, bis die Einwohner ihn mit einer List töteten.
  • Prag: In der Prager Burg steht eine Statue von St. Georg, der den Drachen tötet.
  • Trautenau, Königgrätzer Region: Der Lindwurm von Trutnov wurde beim Bau der Stadt getötet und später an die Stadt Brünn verschenkt.

Ukraine[]

  • Lemberg: Ein Drache wurde vom Stadtgründer Fürst Lew erschlagen.

Nordamerika[]

Kanada[]

  • Axel Heiberg Island, Nunanvut: Dragon Cliff ist der Name eines Basalt-Monolithen aus der Strand Fiord Formation.
  • Birch Mountains kimberlite field, Alberta: Mehrere vulkanische Schlote sind nach bekannten Fabelwesen benannt, darunter ist auch die so genannte Dragon pipe (en. für "Drachenschlot").
  • Cariboo, British Columbia: Der Dragon Creek soll in den 1860er Jahren nach einem Franzosen benannt worden sein, der aufgrund seiner kämpferischen Fähigkeiten den Spitznamen "Dragon" trug[53].
  • Jasper National Park, Alberta: Dragon Peak ist ein Berggipfel, der 1921 von Arthur O. Wheeler nach einer drachenartigen Felsformation benannt wurde[54].
  • Ontariosee, Ontario (an der Grenze zu New York, USA): Im See soll der Feuerdrache Gaasyendietha leben.
  • Vancouver, British Columbia: Bevor die Stadt erbaut wurde soll hier die Seeschlange Salt-chuck Oluk gelebt haben.

Kuba[]

  • Havanna: Jedes Jahr wird in der Stadt der Drache Tarasca im Zuge eines Festspiels gestochen.

Mexiko[]

  • Teotihuacán de Arista, Bundesstaat México: In der archäologischen Stätte Teotihuacán sind Abbildungen der Gefiederten Schlange weit verbreitet, vor allem am Tempel der Gefiederten Schlange.

USA[]

  • Alton, Illinois: Ein Gemälde über dem Mississippi-Fluss soll einst den Drachen Piasa gezeigt haben.
  • Borrego Springs, Kalifornien: Um die Stadt stehen über 100 Metall-Skulpturen des Künstlers Ricardo Brecada. Die größte davon ist ein über 100m langer Östlicher Drache[55].
  • Brevard County, Florida: Auf der Insel Merrit Island stand bis 2017 eine Betonstatue eines Drachen, der Merritt Island Dragon.
  • Chelan, Washington: Im Lake Chelan soll der Lake Chelan Dragon hausen, der 1892 erstmals gesichtet wurde.
  • Elizabeth Lake, Kalifornien: Im See sollen ein oder mehrere Drachen leben, die im 19. Jahrhundert mehrmals gesichtet wurden.
  • Green River, Utah: Im Black Dragon Canyon ist eine Felsenmalerei zu sehen, die an einen Drachen erinnern soll[56].
  • Hallandale Beach, Florida: Die 30m hohe Statue eines Pegasus and Dragon im Gulfstream Park ist die dritthöchste Statue der USA und die welthöchste Statue eines Pferdes bzw. Drachen.
  • Murphy, North Carolina: Im Mündungsgebiet des Valley River in den Hiwassee River soll laut einer Cherokee-Legende ein Blutegeldrache gelebt haben. Die Mündung soll darum von den Cherokee aus Tlanusi'yï (dt. Ort des Blutegels) genannt werden.
  • Ontariosee, New York (an der Grenze zu Ontario, Kanada): Im See soll der Feuerdrache Gaasyendietha leben.
  • Philadelphia, Pennsylvania: Auf dem Gelände der Drexel University steht eine Statue des Drachen Mario the Magnificent, der mindestens seit 1920 das Maskottchen der Universität und deren Sport-Team Drexel Dragons ist[57].
  • White Rock, New Mexico: In der archäologischen Stätte Tsirege gibt es eine Darstellung der Schlangengottheit Awanyu.

Quellen[]

  1. VisitAfricaNow.com: uKhahlamba-Drakensberg Park
  2. Dampo, Dragon Escalator
  3. Wikipedia: 丽江黑龙潭
  4. Travel China Guide: Yulong River
  5. BBC: A mysterious phenomenon in Japan’s Kagami Numa lake
  6. The Siberian Times - Found: dragon and griffin megaliths 'dating back 12,000 years to end of Ice Age, or earlier'
  7. Amusing Planet: The Dragon Temple in Samphran
  8. Orthodox Church in America: Saint Agapitos the Confessor and Wonderworker, Bishop of Synnada in Phrygia
  9. Highlight Web: Kristall-Drachen von Lasvit im Imperial Palace auf Saipan
  10. Helmut Berndt (1992), Die Nibelungen, Lübbe, ISBN 978-3404641093
  11. Gemeinde Eilsleben: Drackenstedt
  12. Georgensgmünd: Kunstwerke
  13. Lindwurm in Karl Bartsch (1879), Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg, CreateSpace Independent Publishing Platform (2013), ISBN 978-1482315868
  14. Kreismuseum Grimma: Sagenwanderung
  15. NDR.de: Ortsnamen - Übersicht für den Buchstaben D
  16. Hans Friedrich von Fleming (1719), Der vollkommene teutsche Jäger
  17. Ausführliche und accurate Beschreibung nebst genauer Abbildung einiger vorhin fabelhafter Geschöpfe welche in der heutigen Naturgeschichte berühmter Schriftsteller gänzlich verändert und ins Licht gestellet sind : mit einigen Kupfern erläutert, Leipzig (1784)
  18. Ortsgemeinde Hüffler: Das Wappen von Hüffler
  19. Thüringen24- Das dritte Wunder von Jena: Draco, der Schrecken der Stadt
  20. Das Wappen der Stadt Munster
  21. Conrad Gessner (1589), Schlangenbuch, Froschauer
  22. Dachauer Land: Petershauser Wanderweg
  23. Unterwurmbach im Mittelalter (Teil I)
  24. Mythologie-Atlas: Drachenbrunnen
  25. RegioWiki Niederbayern: Wurmannsquick
  26. Mainpost: Warum ein Drache am Würzburger Bürgerbüro unersättlich ist
  27. Chemin des Dames: Découvrez l'Histoire de la Caverne du Dragon (Französisch)
  28. Marcus Terentius Varro (1. Jahrhundert v.Chr.), De lingua Latina
  29. Colette Fitzpatrick (2019), Drakolimni: Der schönste Ort in ganz Griechenland
  30. Ella Mary Leather (1912), The Folk-Lore of Herefordshire: Collected from Oral and Printed Sources, Jakeman and Carver
  31. Capemarsh, Sneinton Dragon, Atlas Obscura
  32. Pietro Crinito (1504), De honesta disciplina
  33. Wikipedia: Contrada del Drago (italienisch)
  34. Luxemburger Wort - Méchelsplatz in Mersch: Der Drachentöter als Namensgeber
  35. Simon Gaul (2007), Malta, Gozo and Comino, New Holland Publishers, S. 160, ISBN 9781860113659
  36. Der Drache bei Melans in Ignaz Zingerle (1850), Sagen, Märchen und Gebräuche aus Tirol, Nabu Press (2012), ISBN 978-1276139267
  37. 37,0 37,1 Der Drache im Alpiglia-See in Dietrich Jecklin (1874), Volksthümliches aus Graubünden, Zenodot Verlagsgesellschaft (2014), ISBN 978-3843039864
  38. KiwiThek: Der Lindwurm vom Laaerwald
  39. mac (2020), Neues aus Żmigród, Bargteheide aktuell
  40. Der Lindwurm an der Schrotengasse in Josef Müller (1926), Sagen aus Uri
  41. Die Jungfrau auf Greifenberg in Karl Werner Glaettli, Sagen aus dem Zürcher Oberland, Neues Winterthurer Tagblatt
  42. Lexikus: Der Sumpfdrache
  43. Furchtbar umghyrig in Josef Müller (1926), Sagen aus Uri
  44. Das Hahnen-Ei in Dietrich Jecklin (1874), Volksthümliches aus Graubünden, Zenodot Verlagsgesellschaft (2014), ISBN 978-3843039864
  45. Der Golddrache in Unterschächen in Josef Müller (1926), Sagen aus Uri
  46. Der Lindwurm im Bachtal in Josef Müller (1926), Sagen aus Uri
  47. Der Wettinger-Drache in Ernst Ludwig Rochholz (1856), Schweizersagen aus dem Aargau
  48. Heiligenlexikon: Erasmus von Antiochia
  49. Zapali iz (z)grada: The Uvac Canyon
  50. 50,0 50,1 Monika Kropej (2012), Supernatural Beings From Slovenian Myth and Folktales, Scientific Research Centre of the Slovenian Academy of Sciences and Arts
  51. Martina Vitali (2019), Why are there so many dragons in Barcelona?
  52. Angel Ginés, Joaquín Ginés: La Cova de sa Font (o Cova des Moro) i l'origen del topònim de s'illa de sa Dragonera: una hipòtesi espeleològica, In: Endins. Band 34, 2010, S. 9–18 (spanisch)
  53. N.L. Barlee (1980), The Guide to Gold Panning, Revised Second Edition, Second Printing, Canada West Publications., ISBN 0-920164-04-8
  54. Canadian Board on Geographical Names (1928), Place-names of Alberta, F. A. Acland
  55. [1]
  56. Dester Drunk and Red Rock Crazy: Black Dragon Canyon
  57. Student Handbook - University Traditions & Legends, Drexel University, 5. Juni 2007
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