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Das Drachenloch ist eine Höhle in der Nähe von Burgdorf im Kanton Bern in der Schweiz.

SageBearbeiten

Der Sage nach soll man bei der Erbauung von Schloss Burdorf dort zwei große Drachen gefunden haben. Eine andere Sage berichtet von zwei Brüdern, Herzoge von Lenzburg (Aargau), die je nach Quelle Sintram und Beltram oder Guntram und Waltram hießen und im Wald jagen gingen. Dabei stießen sie auf eine Höhle, in der ein Drache hauste und die Umgebung verpestete[1].

Als der Drache die Brüder bemerkte, sprang er auf sie zu und verschlang Beltram, den Jüngeren der beiden. Sintram hingegen konnte sich gegen den Drachen wehren und tötete ihn schließlich. In dessen Körper fand er seinen noch lebenden Bruder[1].

Zum Gedenken an ihr Abenteuer ließen die beiden Brüder eine Kapelle für die heilige Margareta bauen, an deren Wänden die Geschichte dargestellt wird[1].

Außerdem prangt auf der Landvogtei der Lenzburg eine Drachenstatue mit vergoldeter Halskrause. Diese wird erstmals 1594 erwähnt[2].

FauchiBearbeiten

Fauchi Lenzburg

Fauchi mit seiner "Pflegerin" Livia Lüthi

Auf der Lenzburg gibt es seit 1991 den Drachen Fauchi. Dieser soll aus einem Ei geschlüpft sein, das der von den Brüdern getötete Drache gelegt hat, bevor er starb. Das Ei wurde jahrhundertelang unter Schutt begraben und schlüpfte drei Jahre, neun Monate und fünf Tage nachdem es gefunden wurde[2].

Das Jungtier, Fauchi, wird artgerecht in einem Käfig gehalten und grüßt die Besucher des Museums auf Burg Lenzburg[2].

Die Geschichte von Fauchi ist nicht Teil der Sage, sondern wurde vom Museum Aargau verbreitet[2]. Fauchi ist ein robotischer Drache, der in der Werkstatt der Höheren Technischen Lehranstalt Windisch gebaut wurde. Seine Haut stammt vom Chefpräparator des Naturhistorischen Museums Basel[3].

QuelleBearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 Das Drachenloch in Brüder Grimm (1816), Deutsche Sagen, Anaconda (2006), ISBN 978-3938484821
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Schloss Lenzburg: Die Gründersage der Lenzburg
  3. Aargauer Zeitung - Der Drache und seine Hüterin: Sie schaut auf Publikumsliebling Fauchi
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