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UrWyvern

Wyvern gelten im Allgemeinen als sehr gefährliche Raubtiere

Der Drache von Mordiford (auch bekannt als Maud und der Wyvern) ist eine britische Drachensage.

HandlungBearbeiten

Eines Nachmittags wanderte ein Mädchen namens Maud durch die Wälder und fand ein verlorenes Wyvernjunges. Das Kleine hatte seine Mutter verloren und keine Überlebenschance, also nahm Maud es zu sich und zog es auf.

Als ihre Eltern dies bemerkten, musste Maud das Kleine fortbringen, doch sie versteckte es in der Nähe des Hauses und kümmerte sich weiterhin darum. Sie fütterte das Baby mit Milch, doch es wuchs sehr schnell und bald war es ein ausgewachsener Wyvern, mit einem grünen Schuppenpanzer und einem Giftstachel am Schwanz.

Der Drache begann, den Bauern der Umgebung Vieh zu stehlen, da ihm Milch nicht mehr ausreichte. Bald begann er auch, die Menschen anzugreifen. Nur Maud wurde verschont, doch auch sie konnte den Drachen nicht davon abbringen, auf die Jagd zu gehen. Darum sandten die Menschen Mordifords bald einen Mann aus, der den Drachen töten sollte.

Je nach Überlieferung handelte es sich um einen Verurteilten, der bei Erfolg freikommen sollte, oder einen Ritter namens Garstone. Der Drachentöter nutzte eine List: Er versteckte sich in einem Weinfass, das außen mit Stacheln gespickt war. Als der Drache ihn angriff, verletzte er sich an den Stacheln so sehr, dass er verblutete. Nach dem Tod ihres Zöglings war Maud die einzige, die um ihn trauerte. Sie hatte ihren einzigen Freund verloren.

GeschichteBearbeiten

Die Legende des Drachen existiert schon lange in mündlich überlieferter Form.

Ein an die Aussenwand der Kirche von Herefordshire gemalter Wyvern und der dazugehörige Text waren lange Zeit die einzige schriftliche Form der Legende. Die Abbildung wurde aber 1811 von einem Priester zerstört, der darin ein Symbol des Teufels sah[1].

Die erste schriftliche Version stammt wohl aus dem Jahr 1790  und wurde von einem Samuel Ireland niedergeschrieben. Die früheste Version, in der das Mädchen Maud vorkommt, stammt hingegen erst von 1864[1].

Ähnliche SagenBearbeiten

Der römische Autor Claudius Aelianus (auch bekannt als Älian) erzählt in seiner Varia historia von einem Jungen aus der Stadt Patræ in Achaia. Der Junge kaufte einen jungen Drachen und zog ihn selbst groß. Als der Drache zu groß wurde, verbannten die anderen Stadtbewohner ihn in die Wildnis. Als der Junge viel später von eine Gruppe Diebe angegriffen wurde, tauchte der Drache auf und tötete die Diebe, doch verschonte den Jungen[2].

QuellenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 1,0 1,1 Myths and Legends: Maud and the Dragon - origins
  2. Claudius Aelianus, Various History
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