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Blason ville si Ljubljana (Slovénie)

Das Stadtwappen von Llubljana

Der Drache von Ljubljana (slo. Ljubljanski Zmaj), der Hauptstadt von Slowenien, ist das Wahrzeichen der Stadt und deren Wappentier.

LegendeBearbeiten

In den Sümpfen des Flusses Ljubljanica soll einst ein grausamer Drache gelebt haben, der nicht nur Fische und Wassersäuger, sondern auch diejenigen Menschen, die sein Revier betraten, erbarmungslos verschlang.

Eines Tages fuhren die Argonauten unter dem Helden Iason auf der Flucht vor Aietes über den Fluss und durchquerten das Revier des Drachen. Die Argonauten hatten zuvor das goldene Vlies gestohlen, das Aietes durch den Drachen von Kolchis hatte bewachen lassen. Begleitet wurden sie von Aietes Tochter Medea, die sich in Iason verliebt hatte.

Ljubljana Drachenbrücke

Statue des Drachen auf der Drachenbrücke in Ljubljana

Aietes sandte also seine gesamte Flotte, um seine Tochter und seinen Schatz zurückzuerlangen, über das Schwarze Meer, woraufhin Iason erst über die Donau, dann über die Save und schließlich über den Llubljanica floh und versuchte, nach Griechenland zurückzukehren. Als sie der Quelle des Flusses nahe kamen, wurde das Wasser zu seicht für die Argo, die auf Reisen über das Meer ausgelegt war. Also befahl Iason seinen Männern, das Schiff zu zerlegen und über Land bis zum Adriatischen Meer zu tragen. Da jedoch der Winter einbrach, entschlossen die Argonauten sich, zu lagern und auf besseres Wetter für ihre Unternehmung zu warten.

Während dieser Zeit wurden die Argonauten von dem Drachen angegriffen, der feuerspeiend auf sie zuflog. Der Drache steckte die Hälfte des provisorischen Dorfes der Argonauten in Brand. Auf der Flucht vor dem Monster ertranken viele oder wurden verschlungen.

Da Iason sich im Klaren war, dass sie keine Chance zur Flucht hatten, da das Zusammenbauen der Argo zu lange gedauert hätte, beschloss er den Drachen zu töten. Er baute sich ein Floß und fuhr zusammen mit Medea über den Sumpf. Woimmer sie ein Lebenszeichen, z.B. einen singenden Vogel, sahen, wechselten sie die Richtung, um den lebensfeindlichsten Teil des Sumpfes zu finden. So fanden sie eine karge Insel im Sumpf, auf der der Drache ruhte.

Wie bereits beim Drachen von Kolchis schlich sich Medea singend an den Drachen heran und schläferte ihn mit ihrer Magie oder einem Zaubertrank ein. Daraufhin versuchte Iason den Drachen zu köpfen, jedoch war sein Schwert machtlos gegen die Drachenschuppen und sogar die Augen waren zu gut geschützt um ausgestochen zu werden. Also ersann Medea einen anderen Plan, band dem Drachen das Maul mit Ketten zu und verstopfte dessen Nüstern mit den Knochen seiner Opfer, die verstreut herumlagen.

Als der Drache aufwachte und versuchte, die Menschen mit Feuer anzugreifen, konnte er sein Maul nicht öffnen und das Feuer konnte nicht entweichen. Wütend schwang der Drache sich in die Lüfte bis sein Bauch durch das Feuer, das seinem Körper nicht entkommen konnte, aufplatzte und er starb. Die Explosion konnte noch von weitem gesehen werden.

Im nächsten Frühling kehrten die Argonauten tatsächlich über die Adria zurück nach Griechenland, doch einige blieben zurück und vermischten sich mit der einheimischen Bevölkerung, so dass aus der damaligen Siedlung später die Stadt Llubljana wurde[1].

DrachenbrückeBearbeiten

Neben einigen anderen Drachendarstellungen in der Stadt und dem Stadtwappen erinnert heute vor allem die Drachenbrücke (slo. Zmajski most, historisch auch Zmajev most) an die Drachenlegende. Die Brücke überquert den Llubljanica und ist ein Wahrzeichen der Stadt. Gebaut wurde sie im frühen 20. Jahrhundert, als Ljubljana Teil von Österreich-Ungarn war, unter dem Namen Franz Josef I. Jubiläumsbrücke, jedoch benannte man sie 1919 in Drachenbrücke um[2].

Auf der Brücke befinden sich vier Drachenstatuen, die vom Architekten Giorgio Zaninović entworfen und von der Wiener Firma A. M. Beschorner gefertigt wurden. Eine der Statuen stellt den Drachen dar, der einst von Iason und Medea getötet wurde[3].

Der Legende nach sollen die Drachen ihre Schwänze bewegen, wenn eine Jungfrau die Brücke überquert. Manche Einwohner nennen die Brücke auch "Schwiegermutter"[4].

In der PopulärkulturBearbeiten

  • Die Statue des Drachen war auf den Plakaten zur 2018er 20th Anniversary Farewell Europe Tour der Symphonic Metal Band Rhapsody Reunion abgebildet[5].
  • Auf einer Ausgabe des Romans Die Augen des Drachen ist die Statue des Drachen abgebildet.
  • Im Kinderbuch "Zmaji na poti – Drachen unterwegs" von Niko Kupper wird der Drache vom zum Leben erwachten Klagenfurter Lindwurmbrunnen besucht. Mit ihm reist er dann in die Postojnska Jama, um die dort lebenden Grottenolme zu besuchen.
  • Der Drache ist auch auf dem Logo des Eishockeyvereins HDD Olimpija Ljubljana zu sehen.

QuellenBearbeiten

  1. The Fairytale Traveler: The Legend of Ljubljana’s Dragon
  2. Kako so Ljubljančani pospravili za Habsburžani in se prikupili novim oblastnikom" /dt. Wie die Bewohner Llubljanas nach den Habsburgern aufgeräumt und ihre Autorität zurückgewonnen haben). MMC RTV Slovenija. RTV Slovenija. 10. März 2012
  3. Humar, Gorazd (September 2001). "World Famous Arch Bridges in Slovenia: The Dragon Bridge in Ljubljana (1901)". in Charles Abdunur. Arch'01: troisième Conférence internationale sur les ponts en arc Paris:. Paris: Presses des Ponts. S. 124–125. ISBN 2-85978-347-4.
  4. McKelvie, Robin; McKelvie, Jenny (2008). "What To See". Slovenia: The Bradt Travel Guide. Bradt Travel Guides. ISBN 1-84162-119-6
  5. Rhapsody Reunion: 20th Anniversary Farewell EUROPE Tour
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