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Wappen Freiburg-Sankt Georgen

Wappen von Sankt Georgen

Der Drache von Ebringen ist ein Drache, der auf dem Schönberg bei Freiburg im Breisgau lebte.

SageBearbeiten

Der Sage nach flog der Drache einst über Ebringen und ließ sich am Südhang des Schönbergs nieder. Die heidnischen Einwohner der Umgebung sahen den Drachen als einen Gott an und boten ihm Menschenopfer dar. Eines Tages fiel das Los auf die Tochter des Prinzen, der auf der Schneeburg lebte.

Zur gleichen Zeit lebte am Fuß des Schönbergs ein junger Ritter, der heimlich zum Christentum konvertiert war. Als er vom Schicksal der Prinzessin erfuhr, ritt er mit Speer und Rüstung den Berg hoch um den Drachen zu töten.

Er fand den Drachen am Eingang seiner Höhle. Aus seinem aufgerissenen Maul stiegen giftige Dämpfe auf. Obwohl sein Pferd scheute warf der Ritter den Speer zielgerichtet in die Kehle des Drachen, woraufhin dieser starb.

Der Prinz und die Anwohner freuten sich über die Nachricht vom Tod des Drachen. Sie priesen den Kriegsgott, der dem Ritter seine Stärke verliehen hatte. In Erinnerung an die Tat wurden auf den Häusern, über die der Drache einst flog, Steinkreuze errichtet. Einige davon existieren noch heute.

Der Ort, an dem der Ritter, später als St. Georg bekannt, lebte, ist heute als Sankt Georgen bekannt.

Lange Zeit wurde am Georgstag, 23. April, ein jährliches Fest gefeiert, bei dem die Anwohner auf ihren Pferden dreimal um die Kirche ritten. Damit soll St. Georg gebeten werden, die Pferde zu schützen.

TriviaBearbeiten

  • Die Sage erinnert stark an die Sage vom christlichen Heiligen Georg, der historisch im Nahen Osten lebte, aber viele regionale Sagen in Europa beeinflusste.

QuellenBearbeiten

  • Der Drache in J. Waibel, H. Flamm (1899), Badisches Sagenbuch: Sagen Freiburgs und des Breisgaus
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