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Schwarzsee Sagen und Märchen aus dem Senseland

Abbildung aus Sagen und Märchen aus dem Senseland

Der Drache vom Schwarzsee ist eine Entstehungssage des Schwarzsees im Schweizer Kanton Freiburg.

SageBearbeiten

Der Sage nach lebten an dem Ort einst der reiche Bernhard Riggi und dessen Sohn Ubald. Bernhard lebte in Frieden mit den Tieren und jagte niemals die Gämsen und Rehe, wodurch diese zutraulich wurden. Auf dem Totenbett nahm er Ubald das Versprechen ab, die Menschen und Zwerge zu achten und zu respektieren, und die Tiere nicht zu jagen[1].

Doch schon wenige Jahre nach seines Vaters Tod begann Ubald mit der Jagd auf die Tiere, welche sich bald aus dem Tal zurückzogen. Dennoch fand er alle Verstecke der Tiere, und bald baute er sich ein Jagdschloss auf dem Kaiseregg. Auch die Hirten behandelte er schlecht, und die Zwerge verbannte er aus seinem Tal[1].

Eines Tages zog ein heftiges Unwetter auf, und es regnete unaufhörlich. Die Erde erbebte und der Felsboden spaltete sich, wodurch das gesamte Schloss ins Tal hinabrutschte. Die Erdmassen versperrten im Tal dem Wasser den Weg, wodurch der Schwarzsee entstand. Am Kaiseregg kam aus dem aufgespaltenen Boden ein Drache hervor, der begann, die Gegend zu verwüsten und Mensch und Tier zu fressen[1].

An der Kalten Sense lebte zu dieser Zeit ein Einsiedler namens Remigi. Die Hirten kamen zu ihm und klagten ihm ihr Leid. Deshalb ging er zu dem Drachen und bannte ihn mit einem Kreuzzeichen. Der Drache fiel daraufhin von einem Felsen, der noch heute Drachenfluh heißt, in den See und wurde nie mehr gesehen[1].

NachwirkungBearbeiten

Drache Schwarzsee Walter Feyer

Die Statue des Drachen

Im Jahr 2010 konstrierte der Kunstschmied Walter Feyer eine Metallstatue des Drachen, den er am Schwarzsee austellte[2]. Die Skulptur hat eine Flügelspannweite von 10m und ist 14m lang[3].


EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 German Kolly (1999), Sagen und Märchen aus dem Senseland, Paulusverlag, ISBN 9783722801131
  2. Berner Zeitung: Ein Drache kommt angeflogen
  3. Walter Feyer: Skulpturen
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