Drachen Wiki
Advertisement

Drache im Urisee bei Reutte ist eine Drachenlegende aus Reutte in Tirol.

Sage[]

Zwei Seen gibt es in der Nähe von Reutte. Einer der Seen, der Urisee, befindet sich über der Mühl auf einem Vorsprung des Dürrenberges. Der andere See namens Frauensee liegt jenseits des Tales auf einem Vorsprung der Gernspitze.

Ein im Urisee hausender Drache flog Nachts feurig zum Frauensee. Einige Menschen behaupteten über ihn, dass er sieben Köpfe hatte. Laut ihnen sonnte er sich am sandigen Ufer des Frauensees. Andere meinten, er würde an ein geschundenes Pferd erinnern.

An der Stelle des Urisees stand früher eine Schmiede, die viel Geld einbrachte. Die Frau des Schmieds galt als Schlange und war sehr gottlos. Einmal fiel ihr Sohn in den Straßendreck. Sie nahm kein Tuch und keinen Schwamm, sondern reinigte ihn mit einem frisch gebackenen Brot. Weil dies Gott zornig machte, versank die Schmiede. An ihrer Stelle entstand der Urisee. Die böse Frau aber wurde in einen Drachen verwandelt.

Hintergrund[]

Die von Johann Nepomuk von Alpenburg gesammelte Sage Der fliegende Drache im See ist beinahe identisch, bezieht sich jedoch auf einen anderen See.

Trivia[]

  • In der Nähe von Reutte liegt auch der Drachensee, an dessen Stelle Magnus von Füssen einst ein Bergwerk begründete.

Quelle[]

  • Drache im Urisee bei Reutte in Karl A. Reiser (1895), Allgaeuer Sagen: aus K.A. Reisers "Sagen, Gebräuche und Sprichwörter des Allgäus", Hulda Eggart (1914)
Advertisement