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Die drei Hunde ist ein deutsches Märchen. Es wurde u.a. in Ludwig Bechsteins Deutsches Märchenbuch, Ruth Manning-Sanders A Book of Dragons und Andrew Langs The Green Fairy Book gesammelt, wobei letzterer die Brüder Grimm als Quelle angibt.

GeschichteBearbeiten

Ein Schäfer vererbt seinen beiden Kindern ein Haus und drei Schafe. Die beiden sollen nach eigenem Wunsch unter sich aufteilen. Die Tochter nimmt das Haus, der Sohn hingegen wünscht die drei Schafe und möchte losziehen und sein Glück finden.

Unterwegs trifft er einen Fremden, der ihm gegen die drei Schafe drei Hunde tauscht. Die Hunde heißen „Bring Speisen“, „Zerreiß‘n“ und „Brich Stahl und Eisen“. Zum Test bat er „Bring Speisen“, ihm Essen zu bringen, was der Hund prompt tat.

Auf seinen Reisen kam er in eine Stadt in schwarzen Trauerfarben. Er erfuhr, dass ein Drache jedes Jahr eine Jungfrau als Tribut verlangte. Das Los dieses Jahr war auf die Prinzessin gefallen.

Der Mann ging los und hetzte „Zerreiß‘n“ auf den Drachen. Der Hund verschlang den Drachen bis auf die Zähne, die der Mann einsteckte. Die Prinzessin bot ihm an, ihn zu heiraten. Jedoch wollte er zuerst etwas von der Welt sehen und versprach, in drei Jahren zurückzukehren.

Auf dem Rückweg drohte ihr ihr Kutscher, sie zu töten, wenn sie nicht angab, dass er den Drachen getötet habe. Sie tat es, und der König versprach dem Kutscher ihre Hand. Jedoch müsse er ein Jahr warten, da die Prinzessin noch zu jung sei.

Nach einem Jahr bat sie ihren Vater, die Hochzeit noch ein weiteres Jahr zu verschieben, und nach diesem noch um ein weiteres. Nach insgesamt drei Jahren wurde der Hochzeits-Termin festgelegt.

Der Held kehrte zurück, doch als er sich als Drachentöter vorstellte, wurde er einkerkert. Er rief „Brich Stahl und Eisen“, der die Gitterstäbe der Zelle durchkaute und ihn befreite. Dann ließ er sich von „Bring Speisen“ Essen holen.

Der Hund lief zum Schloss, wo die Prinzessin ihn erkannte und ihm ihr Taschentuch mitgab. Sie erzählte ihrem Vater die Wahrheit und dieser sandte einen Diener, um dem Hund zu folgen. Der Hund führte ihn zum wahren Drachentöter, der mit den Zähnen beweisen konnte, dass er es war.

Der Kutscher wurde eingesperrt und der Held heiratete die Prinzessin. Nach einiger Zeit dacht er an seine Schwester und ließ nach ihr schicken. Daraufhin erschienen die Hunde vor ihm. Sie sagten, dass sie darauf gewartet hätten, dass er sich an seine Schwester erinnert. Dann wurden sie zu Vögeln und flogen davon.

Ähnliche MärchenBearbeiten

Das Motiv des Helden, der den Drachen tötet und dies beweisen muss, ist häufig in Märchen. In Die zwei Brüder oder "Tristan und Isolde" kann der Held jedoch mit der Zunge statt mit den Zähnen des Drachen seine Behauptung beweisen.

Mit "Die zwei Brüder" hat das Märchen auch das Motiv gemein, dass der Held von Tieren begleitet wird, die ihm beim Töten des Drachen und Beweisen seiner Legitimität behilflich sind.

QuellenBearbeiten

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