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Der Lindwurm vom Zösenberg ist eine Drachensage aus Graz in der Steiermark.

Sage[]

Der Sage nach lebte der Lindwurm einst im Glockengraben, der vom Zösenberg zum Annagraben führt. Er hatte einen Schuppenpanzer, krallenbewehrte Füße und einen giftigen Atem. Doch er schadete den Menschen nicht nur, indem er sie und ihr Vieh fraß, sondern löste auch Hochwässer aus[1].

Eines Tages ersann ein Bauer eine List. Er füllte ein geschlachtetes Kalb mit ungelöschtem Kalk und legte diesen Köder für den Lindwurm aus. Als er ihn verschlungen hatte, kroch er zum Schöcklbach und trank in großen Zügen daraus. Dadurch wurde der Kalk gelöscht und der Bauch des Drachen schwoll immer mehr an, bis das Untier zerplatzte. Noch jahre später soll Weidangerkreuz am Südausgang des Einödgrabens eine Rippe des Lindwurmes gelegenhaben, die groß genug war, dass man einige Fuhren Heu mitsamt den Zugtieren unterstellen konnte[1].

Ähnliche Sagen[]

Die Idee, einen Drachen mit einem toten Rind, gefüllt mit ungelöschtem Kalk zu töten, kommt in vielen Sagen vor. Weitere Beispiele sind der Drache von Brno, Rostam oder Der Kampf mit dem Drachen zu Laufen im Oberland.

Die riesige Drachenrippe, die mehrern Tieren Unterstand bietet, kommt auch in anderen Sagen vor, z.B. bei den Lindwürmern im Ennstal, dem See-Untier im Leiden-See, dem Turm z'Roten oder dem Lindwurm von Oberwölz.

Quellen[]

  1. 1,0 1,1 Der Lindwurm vom Zösenberg in Hans von der Sann (1892), Andritz und Umgebung, Edition Strahalm (2012), ISBN 3-900526-76
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