Drachen Wiki
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Der Lindwurm vom Königsberg ist eine Drachensage aus Niederösterreich.

Sage[]

Im 12. Jahrhundert war die Gegend um den Königsberg noch von Urwald bedeckt, und auf dem Berg hauste ein Lindwurm. Damals lebten in der Gegend hauptsächlich Holzarbeiter und Hirten, die dem Lindwurm jede Woche ein Kalb und zwei Lämmer opferten, um von ihm in Ruhe gelassen zu werden. Versäumten sie dies, kam der Lindwurm in die Dörfer und holte sich selbst die schönsten Tiere aus den Ställen[1].

Eines Tages bschloss ein junger Hirte, Hollenstein von dem Lindwurm zu befreien. Er überredete die Dorfbewohner, an einem Tag kein Opfer darzubringen. Stattdessen band er ein besonders schönes Kalb an eine offene Stalltüre. Als der Lindwurm kam, um sich seine Nahrung zu holen, sah er das Kalb und stürzte in den Stall hinein. Da fiel die Tür ins Schloss und der Wurm war im Stall gefangen. Sofort setzte man den Stall in Brand und er der Wurm kam in den Flammen um. Erst danach konnte sich Hollenstein richtig entwickeln[1].

Ähnliche Sagen[]

Dass Drachen durch Feuer besiegt werden, ist ein seltenes Motiv in Sagen. Ein Beispiel ist Hilarion von Gaza, der seinen Drachen auf einen Scheiterhaufen lockt. Der Drache von Chios kam hingegen in einem Waldbrand um, ohne dass Menschen dazu beigetragen haben.

Quellen[]

  1. 1,0 1,1 Der Lindwurm vom Königsberg in Ferdinand Adl (1951), Sagen aus dem Mostviertel, gesammelt von der Lehrerarbeitsgemeinschaft des Bezirkes Amstetten, Ramharter
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