FANDOM


Couatl sind Monster aus Dungeons & Dragons. Es handelt sich um gefiederte Geflügelte Schlangen.

VeröffentlichungsgeschichteBearbeiten

Eingeführt wurde die Couatl 1976 im Buch Eldritch Wizardry für die erste Edition von Dungeons & Dragons[1]. Sie basiert auf dem aztekischen Gott Quetzalcoatl, der als gefiederte (allerdings eigentlich nicht geflügelte) Schlange dargestellt wird. Das Wort coatl ist Nahuatl für Schlange.

Seitdem kam die Couatl in jeder Edition von Dungeons & Dragons vor, meist im Monsterhandbuch der jeweiligen Edition[2][3][4]. Die Ausnahme bildet die zweite Edition von AD&D, wo sie im Monstrous Compendium[5] und Monstrous Manual erschien[6].

BeschreibungBearbeiten

Couatl sind in der Welt von Dungeons & Dragons für ihre Schönheit und Güte bekannt. Sie sind immer rechtschaffen gut. Man findet Couatl in tropischen Dschungeln, wo sie oft angebetet werden. Als Outsider stammen sie ursprünglich von einer anderen Ebene[3].

Diese Kreaturen sind intelligenter als Menschen und haben psionische Kräfte. Sie sprechen für gewöhnlich Drakonisch, Handelssprache und Celestisch.

GesellschaftBearbeiten

In Greyhawk, Forgotten Realms und Eberron leben Couatl allein, in Paaren oder in Schwärmen von bis zu sechs Individuen[3][7].

Sie beten die Gottheit Jazirian an, jedoch gibt es keine Priester. Stattdessen gewährt Jazirian jeder Couatl Weisheit und besondere Kräfte.

In Eberron sind sie die Erzfeinde der Rakshasa Rajahs. Durch die heldenhaften Opfer der Couatl werden die Rajahs ins Underdark gebunden und können dieses nicht verlassen[7].

In der 4. Edition von D&D leben die Couatl in schwebenden Städten, die sie aus Wolken erbauen[4]. Ihre Gesellschaft erinnert hier an das Chinesische Kaiserreich.

RezeptionBearbeiten

Beeinflusst von Dungeons & Dragons wurden in späteren Werken häufig Quetzalcoatl-artige Drachen als geflügelte Schlangen dargestellt anstatt nur, wie Quetzalcoatl selbst, gefiederte Schlangen ohne Gliedmaßen. Beispiele dafür sind:

  • Der Mexikanische Amphithere aus Dragonology ist eine Drachenart, die an eine grün gefiederte Schlange erinnert und in Mittelamerika teilweise als Gott angebetet wird[8].
  • Die Coatyl aus Dracopedia ist eine Drachenart, die stark an Drake's Amphithere erinnert, aber ihre bunte Färbung und den Namen bis auf die Schreibweise direkt von der Couatl übernimmt[9].
  • In Das Schwarze Auge gibt es die gefiederten Schlangen, auch Coatl genannt, die vermutlich auf den Couatl basieren[10].
  • Das Digimon Quetzalmon (jap. クアトルモン, Kuatorumon, en. Coatlmon) hat die Gestalt einer geflügelten Schlange. Auch der englische und japanische Name sind eine Referenz an die Couatl oder an Quetzalcoatl selbst, während der deutsche eindeutig auf Quetzalcoatl und den Quetzal-Vogel anspielt.
  • Der außerirdische Kukulkan aus Star Trek basiert auf dem gleichnamigen Maya-Gott, wird jedoch ebenfalls als geflügelte Schlange dargestellt.
  • In Warcraft sind Couatl geflügelte, jedoch nicht gefiederte, Schlangen. Ihre Flügel erinnern an die von Drachen und Pterosauriern.

GalerieBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. Gary Gygax, Brian Blume (1976), Eldritch Wizardry, TSR, Inc.
  2. Gary Gygyx (1977), Monster Manual, TSR, Inc.
  3. 3,0 3,1 3,2 Skip Williams, Jonathan Tweet, Monte Cook (2013), D&D Monster-Handbuch v3.5, Feder & Schwert, ISBN 978-3937255279
  4. 4,0 4,1 Mike Mearls (2008), Monsterhandbuch 4. Edition: Ein Grundregelwerk für D&D, Feder & Schwert, ISBN 978-3867620345
  5. David Cook (1989), Monstrous Compendium Volume One, TSR, Inc.
  6. Doug Steward (1993), Monstrous Manual, TSR, Inc.
  7. 7,0 7,1 Keith Baker,‎ Bill Slavicsek,‎ James Wyatt (2005), Eberron - Eine Kampagnenwelt für Dungeons & Dragons, Feder & Schwert, ISBN 978-3937255354
  8. Dr. Ernest Drake (2004), Expedition in die geheime Welt der Drachen, arsEdition, ISBN 978-3-7607-4818-4
  9. William O'Connor (2009), Dracopedia: A Guide to Drawing the Dragons of the World, IMPACT, ISBN 978-1600613159
  10. Eevie Demirtel, Dominic Hladek, Tobias Rafael Junge, Fabian Mauruschat, André Wiesler (2013), Grüne Hölle 2: Der Fluch des Blutsteins U2, Ulisses Spiele, ISBN 978-3-86889-255-0
Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.