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Zeichnung eines Buru als Waran

Der Buru (apt.: Krokodil, auch Bura) ist ein krokodilartiges Wesen aus der Mythologie der Apatani im indischen Bundesstaat Arunachal Pradesh. Später erlangte es Beliebtheit in kryptozoologischen Kreisen.

Geschichte[]

Ursprünglich stammt der Buru aus der Mythologie der Apatani[1]. Deren Legenden erzählen davon, wie sie einst in das Tal von Ziro migrierten und dabei in einem Sumpf auf krokodilartige Kreaturen trafen[2].

In den Jahren 1945 und 1946 sammelten James Phillip Mills und Charles Stonor Informationen über die Burus von den Apatani. Laut einigen Ältesten konnten sie die Burus letztendlich ausrotten, indem sie den Sumpf trockenlegten[3]. Im Jahr 1947 berichtete Christoph von Fürer-Haimendorf ebenfalls von den Erzählungen der Apatani, und dass die Burus zu dieser Zeit bereits ausgestorben waren[4]. 1948 starteten Stonor und der Journalist Ralph Izzard von der London Daily Mail eine Expedition in das Rilo-Tal in Assam, mit dem Ziel, den Buru zu finden und wissenschaftlich zu beschreiben. Im Gegensatz zu den Einheimischen von Rilo sollen die Burus dort noch nicht ausgestorben sein. Izzard hielt die Kreatur für eine moderne Dinosaurier-Art. Jedoch war die Expedition nicht von Erfolg gekrönt[5]

Der bekannte Kryptozoologe Bernard Heuvelmans hält den Buru für einen großen Waran, basierend auf der Annahme, dass auch der Komodowaran von Einheimischen als "Landkrokodil" bezeichnet wird[6]. Hier stimmt ihm auch Roy Mackal zu[7]. Dr. Karl Shuker hingegen vermutet, basierend auf Izzards Beschreibungen, dass es sich um einen großen Lungenfisch handelt[8].

Beschreibung[]

Laut Izzards Beschreibungen, die er von Einheimischen sammelte, soll der Buru ca. 3,5 bis 4m lang sein, mit einer langen, flachen Schnauze. Die Zähne sind abgeflacht, abgesehen von je einem Paar langer, spitzer Zähne im Ober- und Unterkiefer. Die Zunge wird als gespalten beschrieben, und der Hals ist 3 Fuß (ca. 0,9m) lang und kann ausgestreckt oder eingezogen werden. Der Schwanz misst etwa 1,5m. Bei den Beinen gehen die Beschreibungen auseinander. Während manche von kräftigen, ca. 50cm langen Beinen sprechen, beschreiben andere zurückgebildete Gliedmaßen, die das Tier schlangenartig wirken lassen. Die Haut soll dunkelblau mit weißen Flecken und Linien sein und an schuppenlose Fische erinnern[5].

Laut den Einheimischen lebt der Buru fast ausschließlich im Waser, kann sich aber für kurze Zeit an Land bewegen. Manchmal steckt er seinen Kopf aus dem Wasser und gibt ein lautes Geräusch von sich. Wenn in der Trockenzeit der Sumpf austrocknet, bleiben die Burus unter dem Schlamm vergraben[5].

Quellen[]

  1. S. H. Blackburn (2008), Himalayan tribal tales: Oral tradition and culture in the Apatani Valley, Brill, S. 117–118, ISBN 9789004171336
  2. Apatani Cultural Landscape, UNESCO
  3. George M. Eberhart (2002), Mysterious Creatures: A Guide to Cryptozoology, ABC-CLIO, S. 77, ISBN 9781576072837
  4. Christoph von Fürer-Haimendorf (1947), The Apa Tanis and Their Neighbours, Psychology Press (2004), ISBN 9780415330473
  5. 5,0 5,1 5,2 Ralph Izzard (1951), The Hunt For the Buru, Hodder & Stoughton
  6. Bernhard Heuvelmans (1986), Annotated Checklist of Apparantly Unknown Animals with which Cryptozoology is Concerned, Cryptozoology 5
  7. Roy P. Mackal (1980), Searching for Hidden Animals: An Inquiry into Zoological Mysteries, Doubleday, ISBN 978-0385148979
  8. Dr. Karl Shuker (2007), Extraordinary Animals Revisited, cfz, ISBN 978-1905723171
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