Drachen Wiki
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Adventure ist ein Videospiel von 1979, das auf dem Atari 2600 veröffentlicht wurde und als das erste Action Adventure angesehen wird. Es ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Text-Adventure von 1976, das auch als Colossal Cave bekannt ist.

Gameplay[]

Der Spieler, der nur als ein Pixel dargestellt wird, muss einen verzauberten Kelch, den ein böser Zauberer in einem Labyrinth versteckt hat, finden und zum Goldenen Palast bringen. Dabei stellen sich dem Spieler drei Drachen in den Weg, die in verschiedenen Räumen des Labyrinths zu finden sind:

  • Yorgle, der gelbe Drache: Er fürchtet sich vor dem goldenen Schlüssel und flieht davor. Er bewacht den verzauberten Kelch.
  • Grundle, der grüne Drache: Er ist aggressiver als Yorgle und bewacht den Magneten, die Brücke, den schwarzen Schlüssel und den Kelch.
  • Rhindle, der rote Drache: Er ist der schnellste und der aggressivste der drei Drachen. Er bewacht den weißen Schlüssel und den Kelch.

Die Drachen jagen den Spieler, und versuchen ihn zu fressen. Wird man gefressen, sitzt man im Bauch eines Drachen fest und kann ihn nicht mehr verlassen. Macht man an dieser Stelle jedoch einen "game reset", landet man wieder im Goldenen Palast, und alle Gegenstände und Drachen behalten ihre Position bei.

Man kann die Drachen mithilfe des Schwerts töten. Auf Schwierigkeit A fliehen die Drachen jedoch, sobald sie das Schwert sehen.

Im Spiel gibt es auch eine Fledermaus, die einen Gegenstand oder sogar einen Drachen stehlen kann. Stielt sie einen weiteren Gegenstand, lässt sie den bisherigen fallen.

Es gibt drei verschiedene Schwierigkeitsgrade:

  1. enthält eine reduzierte Spielwelt mit weniger Räumen. Außerdem fehlen die Fledermaus und der grüne Drache.
  2. enthält die komplette Spielwelt, mit fest verteilten Objekten.
  3. enthält ebenfalls die komplette Spielwelt, wobei die Objekte jedoch zufällig verteilt sind.

Easter Egg[]

Das Spiel ist bekannt als das erste Videospiel, welches ein Easter Egg enthält. Tatsächlich ist das Spiel nur für die Entstehung des Namens Easter Egg (en. Oster-Ei) und dessen Popularisierung verantwortlich. Das erste bekannte Easter Egg überhaupt kam bereits 1977 in Starship 1 vor[1][2].

Der Spieler kann im Labyrinth des schwarzen Palastes, an einer Stelle welche nur mittels der Brücke zu erreichen ist, einen sehr kleinen und daher kaum sichtbaren Pixel finden und aufnehmen. Dieser Pixel wird durch den Magneten nicht angezogen und hat dieselbe Farbe wie die Gänge, durch die sich der Spieler bewegt[1].

Bringt der Spieler diesen Pixel nun an das östliche Ende des Korridors unterhalb des goldenen Palastes und befindet sich in diesem Raum ein weiterer Gegenstand, so verschwindet die rechte Wand des Raums und gibt den Zugang zu einem weiteren Raum frei, in welchem sich eine senkrechte Schriftreihe mit dem Namen des Entwicklers Warren Robinett befindet ("Created by Warren Robinett")[1].

Robinetts Grund für die Inklusion des Easter Eggs war die Firmenpolitik von Atari. In den späten Siebziger Jahren hörte die Firma auf, die Namen der Spiele-Entwickler in den Credits zu erwähnen. Damit sollte vermieden werden, dass diese von anderen Herstellern abgeworben werden. Robinett konnte mit dem Easter Egg dieses Problem umgehen und seinen Namen im Spiel verstecken[1].

Nachdem ein Spieler Atari bezüglich des geheimen Raumes kontaktiere, zog die Firma in Erwägung, diesen zu entfernen. Da dies aber extrem teuer gewesen wäre, entschloss man sich, das Geheimnis als zusätzlichen Grund, das Spiel zu spielen, zu vermarkten. Man verglich den Spaß, nach derartigen Geheimnissen zu suchen, mit Ostereier-Suchen, woher der Name Easter Egg stammt, und baute derartige Easter Eggs auch in anderen Spielen ein. Auch andere Hersteller übernahmen diese Praxis, die heute in Videospielen üblich ist[1].

Trivia[]

  • Im Flash-Cartoon Homestar Runner werden die Drachen, in Anspielung auf ihr Aussehen, als freakin' duck (dt. verdammte Ente) bezeichnet.

Galerie[]

Quellen[]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Rodrigo B. Salvador (2017), History’s first Easter egg in Journal of Geek Studies, Vol. 4 (2)
  2. Ed Fries (2017), Chasing the First Arcade Easter Egg
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