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A Story of Oki Islands (eine Geschichte der Oki-Inseln) ist eine Geschichte, die 1918 von Richard Gordon Smith veröffentlicht wurde. Smith gibt die Geschichte als japanische Sage aus, jedoch ist ihre Authentizität umstritten.

Handlung[]

Zur Zeit als Hōjō Takatoki über Japan herrschte, verbannte er einen Samurai namens Oribe Shima auf eine der Oki-Inseln. Smith gibt an, dass ihm gesagt wurde, es handele sich um Kamishima, er selbst hält jedoch Nishinoshima für wahrscheinlicher. Oribe hatte eine wunderschöne 18-jährige Tochter namens Tokoyo. Diese litt sehr unter der Verbannung ihres Vaters und weinte von morgens bis abends, manchmal sogar die ganze Nacht[1].

Schließlich beschloss sie, auf die Oki-Inseln zu ihrem Vater zu reisen. Sie verkaufte was sie konnte und machte sich auf den Weg und versuchte in Akasaki die Fischer zu überreden, sie zu den Oki-Inseln zu bringen. Doch da die Reise bereits fast ihr ganzes Geld aufgebraucht hatte und niemand die Verbannten besuchen durfte, lachten die Fischer sie nur aus. So gab sie ihr letztes Geld für Proviant aus und stahl in der Nacht ein Boot, mit dem sie versuchte, zur Insel zu gelangen. Sie hatte Glück und der Wind und die Strömung erleichterten ihr die Überfahrt, so dass sie am nächsten Abend eine felsige Küste erreichte[1].

An ihrem Ziel suchte sie sich eine geschützte Stelle und legte sich schlafen. Am nächsten Morgen begann sie herumzufragen, doch keiner der Inselbewohner hatte von ihrem Vater gehört. Eines Abends kam sie an einen Schrein, wo sie Buddha um Hilfe bat. Dann schlief sie nahe dem Schrein, bis sie nach etwa einer Stunde von einem Klatschen und Schluchzen geweckt wurde. Sie sah ein 15-jähriges Mädchen das weinte und neben ihr einen Mann, der wie ein Priester oder Shinshoku aussah und klatschte und betete. Nach dem Gebet führte er das Mädchen an die felsige Klippe und drohte sie hinunterzustürzen, doch Tokoyo schnappte ihren Arm und rettete sie[1].

Der Priester war überrascht, aber nicht wütend, und erklärte ihr, dass es notwendig sei, jedes Jahr am 13. Juni ein Mädchen dem bösen Meeresgott Yofuné-Nushi zu opfern. Tat man das nicht, würde die Insel von schweren Stürmen heimgesucht. Da sie keine Hoffnung mehr hatte, ihren Vater zu finden, bot Tokoyo sich anstatt des Mädchens als Opfer für den Meeresgott an. In die Robe des Mädchens gekleidet bat sie Buddha um die Kraft und den Mut, Yofuné-Nushi zu töten. Dann tauchte sie mit einem Dolch zwischen den Zähnen ins Meer[1].

Am Grund des Meeres fand sie eine Höhle, die mit dem Licht von Seeohren und Perlen erleuchtet war. Darin fand sie eine hölzerne Statue von Hojo Takatoki, die sie aus der Höhle trug und zur Oberfläche brachte. Doch auf dem Weg nach oben begegnete ihr eine riesige Schlange mit Beinen und feurigen Augen, 27 oder 28 Shaku (ca. 8m) lang. Da sie sicher war, dass dies Yofuné-Nushi war, rammte sie ihren Dolch in sein rechtes Auge. Vor Schreck wollte die Schlange in die Höhle zurückkehren, doch Tokoyo war schneller und stach ihr den Dolch ins Herz, woran die Kreatur verendete[1].

Nach dem Kampf schwamm Tokoyo mit der Statue und der toten Schlange zur Oberfläche. Sie war eine halbe Stunde unter Wasser gewesen, doch als sie auftauchte, half der Priester ihr an Land und erstattete dem Herren der Insel, Tameyoshi, Bericht. Über ihn erfuhr Hōjō Takatoki von Tokoyos Sieg, welcher zu der Zeit unter einer schweren Krankheit litt. Es stellte sich heraus, dass jemand ihn verflucht hatte, indem er die Statue versenkte, und die Rettung der Statue führte auch zu Takatokis Genesung. Als er erfuhr, dass die Tochter seines Feindes Oribe Shima für seine Genesung verantwortlich war, hob er dessen Verbannung auf und befreite ihn[1].

Hintergrund[]

Die Geschichte hat große Ähnlichkeiten zu europäischen Drachensagen wie der Sage von St. Georg, der ebenfalls das Jüngste in einer Reihe von Opfern an einen Drachen rettet. Ungewöhnlich ist jedoch, dass die Drachentöterin eine Frau ist. Ein weiteres japanisches Beispiel wäre die Sage von Yamata no Orochi.

Quellen[]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 A Story of Oki Islands in Richard Gordon Smith (1918), Ancient Tales and Folk-lore of Japan, A. & C. Black
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